Huffpost Germany

Rostow: Nach der Niederlage geht Rummenigge auf Boateng los

Veröffentlicht: Aktualisiert:
BOATENG
Nach der Niederlage in Rostow steht Boateng in der Kritik | Boris Streubel via Getty Images
Drucken

Was für eine Niederlage. Nach dem 2:3-Desaster gegen FK Rostow verließ der deutsche Rekordmeister Russland am Mittwochabend fast fluchtartig, um so schnell wie möglich zurück nach München zu fliegen.

Schließlich steht schon am Samstagabend das nun noch bedeutender gewordene Bundesliga-Topspiel gegen Bayer Leverkusen auf dem Spielplan. "Da müssen wir eine Antwort geben", sagte Weltmeister Jérôme Boateng, der in dem Heimspiel jedoch wegen einer neuerlichen Verletzung am Oberschenkel verletzt ausfallen dürfte.

Boateng muss mal wieder 'back to earth' kommen

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat Abwehrchef Boateng nach der Niederlage überraschend offen kritisiert: "Jerome muss mal wieder etwas zur Ruhe kommen. Das ist mir schon seit Sommer etwas zu viel. Es wäre in seinem Sinne und in dem des Klubs, wenn er mal wieder 'back to earth' kommen würde", sagte Rummenigge im TV-Sender Sky.

"Als FC Bayern muss man auch hier gewinnen, egal wie die Temperaturen sind oder wie der Platz ist", befand Kapitän Philipp Lahm und erkannte: "Wir sind aktuell ein bisschen sorglos, wir machen zu viele Fehler."

Boateng, der mit einer Muskelverletzung ausgewechselt werden musste und länger auszufallen droht, beklagte: "Wir sind auseinandergebrochen. Die Tore sind zu einfach, da müssen wir als Mannschaft besser verteidigen."

Den Einzug ins Achtelfinale als Gruppenzweiter können die Bayern nach dem 2:0 von Atlético gegen die PSV Eindhoven noch einigermaßen verschmerzen, auch wenn sie unbedingt am 6. Dezember im direkten Duell mit den Spaniern um Platz eins kämpfen wollten. Das ist bei nun sechs Punkten Rückstand aber nicht mehr möglich.

"Wir müssen Dinge einfach ändern"

"Noch ist nichts Dramatisches passiert, aber wir müssen Dinge einfach ändern", sagte Kapitän Philipp Lahm in Rostow zur kritischen Gesamtsituation.

Erstmals in der kurzen Amtszeit unter Carlo Ancelotti kassierten die gerade national in den vergangenen Jahren unantastbaren Bayern nach dem 0:1 gegen Borussia Dortmund zwei Niederlagen in Serie.

Und im eiskalten Rostow gab es unter dem Italiener zudem eine Premiere in Form von drei Gegentoren in einem Spiel. Sardar Azmoun (44. Minute), Dimitri Polos (49./Foulelfmeter) und Christian Noboa (67.) sorgten für den unerwarteten Erfolg der Russen.

Auch auf HuffPost:

Das solltet ihr vor eurem nächsten Primark-Einkauf wissen