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Hans-Werner Sinn warnt: So wird Trump als Präsident Deutschland schaden

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HANSWERNER SINN
Top-Ökonom Hans-Werner Sinn glaubt, dass Trump der deutschen Wirtschaft schaden könnte | ullstein bild via Getty Images
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  • Der Ökonom Hans-Werner Sinn warnt vor Trumps Plänen zum Freihandel
  • Besonders Deutschlands Wirtschaft wird leiden, glaubt er

Dass der ehemalige Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, ein Anhänger des Freihandels und der Globalisierung ist, ist bekannt. Deshalb verwundert es nicht, dass den Top-Ökonomen die Wahl von Donald Trump in den USA tief beunruhigt.

Im "Business Insider Deutschland" warnt er: "Besonders die Einschränkung des Freihandels ist etwas, das uns Deutschen gar nicht gefallen kann. Da werden wir zu den großen Verlierern zählen."

Zur einer der ersten Amtshandlungen von Trump wird gehören, die Transpazifische Partnerschaft TPP auszusetzen. Dasselbe könnte mit dem TTIP passieren, dem hochumstrittenen Handelsabkommen zwischen der EU und den USA, glaubt Sinn.

Sinn: "TTIP so gut wie tot"

"Unter Trump ist TTIP so gut wie tot. Die Frage wird sein, ob es eine Rückentwicklung in der Freihandelsbeziehung zu Europa und Deutschland gibt, die noch hinter dem Status quo liegt", sagt Sinn.

Immer wieder haben Wirtschaftsexperten darauf hingewiesen, dass Freihandelsabkommen die Wirtschaft ankurbeln. Unter anderem können Waren leichter importiert oder exportiert werden und Unternehmen können leichter im Ausland Produktionsstätten aufbauen.

Donald Trump glaubt aber, dass diese Handelsabkommen Jobs zerstören. Ob das tatsächlich stimmt, ist umstritten. Manche Experten meinen, dass der Freihandel den USA bisher keine Jobverluste beschert hat, andere gehen von bis zu fünf Millionen verlorenen Arbeitsplätzen aus.

Freihandel nützt deutschen Exporten

Fakt ist: Deutschland ist Exportweltmeister und die gute wirtschaftliche Lage des Landes hängt von Exporten ab - in einer Welt, in der Handelsschranken errichtet und Einfuhrzölle erhöht werden, kann die deutsche Wirtschaft nur leiden.

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(cho)