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Depressionen, Alkohl, Sex-Krise: Die packendsten Star-Geständnisse in 2016

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Ein Bestseller von Daniela Katzenberger? Den gab es auch 2016

Tiefe Einblicke in das Leben der Prominenten gaben auch in diesem Jahr wieder einige Bücher: In "Helmut Schmidt: Die späten Jahre" zeichnet Thomas Karlauf nach, was Schmidt als Kanzler außer Dienst wirklich bewegte. Über die Demenzerkrankung von Harald Juhnke schrieb Susanne Juhnke das Buch "Was bleibt, ist die Liebe". Unfreiwillig ins Rampenlicht kam Entführungsopfer Natascha Kampusch. Sie berichtet in "10 Jahre Freiheit", wie schwer sie es hatte, ihre Rolle im Leben zu finden.

Über Alkoholexzesse und Depressionen sprachen in den vergangenen Monaten zudem Stars wie Bruce Springsteen und Phil Collins in ihren Werken. Hier eine kleine Auswahl:

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Bruce Springsteen

Nicht nur mit seinen Songs landet er Hits: Bruce Springsteens (67) Autobiografie "Born to Run" ist zum internationalen Bestseller geworden. Auf fast 700 Seiten berichtet er, wie er vom kleinen Jungen aus New Jersey zur Rocklegende wurde. Er erzählt zudem, dass sein Vater psychisch krank war. Die gesundheitlichen Probleme seines Vaters - er soll unter anderem Stimmen gehört und Wahnvorstellungen gehabt haben - verschlechterten sich im Alter, verrät Springsteen. Er sei sogar einmal für drei Tage verschwunden gewesen.

Springsteen selbst litt an Depressionen, wie er in "Born To Run" ebenfalls schreibt. Er hätte manchmal nicht mehr aus dem Bett aufstehen können, so der Musiker.

Phil Collins

Und noch ein Musiker hat gerade richtig ausgepackt: Phil Collins (65). "Da kommt noch was - Not dead yet" hat er seine Autobiografie genannt. Aufgewachsen in einem Londoner Außenbezirk beschreibt Phil Collins in seinem Buch die Anfänge seiner Karriere, seine ersten Erfahrungen als Star mit der Band Genesis bis hin zu seinem Karrierehöhepunkt, an dem er einer der größten Musiker der 1980er und 1990er Jahre wurde.

Lange Zeit wollte er auf der Bühne nicht kürzer treten. 2006 ging schließlich seine dritte Ehe in die Brüche. Und Phil Collins hätte sich selbst fast umgebracht, mit Alkohol. Ihm sei klar gewesen, dass er zu viel trinke, bestätigte er auch bei "CBS News". Die Ärzte hätten ihm gesagt, dass er mit einem Bein im Grab stehe, sagt er. Heute scheint er gesundheitlich und in Liebesdingen wieder obenauf zu sein.

Horst Lichter

"Keine Zeit für Arschlöcher!" So heißt das neue Buch von TV-Star Horst Lichter (54). Mit dem Tod seiner Mutter 2014 hat Lichter angefangen, seine Geschichte neu zu schreiben. "Es hat lange gedauert, an diesem Punkt im meinem Leben anzukommen. Nach Mutters Tod ist mir klar geworden, dass ich der Nächste bin. Und darum werde ich die kostbare Zeit mit Freude genießen", schreibt der TV-Koch. Für ihn sei "eine neue Zeit angebrochen", so Lichter: "Keine Zeit für Arschlöcher."

Viele Stationen aus seiner bewegten Lebensgeschichte hat Lichter, den viele als fröhlichen Rheinländer kennen, nun nochmal beschrieben. Auch über das Ende von "Lafer!Lichter!Lecker!", jener Show, die er mit Johann Lafer moderierte, spricht er in dem Buch: "Mir wollte das auf einmal nicht mehr gefallen, es fühlte sich einfach nicht mehr richtig an."

Wolf Biermann

Wolf Biermann hat gerade seinen 80. Geburtstag gefeiert und zuvor mit "Warte nicht auf bessre Zeiten!" seine Autobiografie vorgestellt: Mit 16 ging er in die DDR, die er für das bessere Deutschland hielt. Dann fiel er in Ungnade, erhielt Auftritts- und Publikationsverbot. Die Stasi observierte ihn rund um die Uhr, während er im Westen gefeiert und geehrt wurde. Die Proteste gegen seine Ausbürgerung 1976 gelten als Anfang vom Ende der DDR...

Hardy Krüger

Auf ein bewegtes Leben blickt auch Film-Star Hardy Krüger (88) in "Was das Leben sich erlaubt" zurück: 1928 in Berlin geboren, wächst Krüger während des NS-Regimes auf und spielt bereits mit 15 Jahren seine erste Filmrolle. Ufa-Star Hans Söhnker konfrontiert ihn in dieser Zeit mit der Wahrheit über die Verbrechen der Nazis - und so wird aus dem Adolf-Hitler-Schüler Hardy Krüger der Kurier einer Gruppe von Widerständlern.

Kurz vor Kriegsende muss Krüger an die Front, wird wegen Befehlsverweigerung zum Tode verurteilt und überlebt nur knapp. Nach 1945 startet er eine internationale Filmkarriere und spielt an der Seite von Charles Aznavour, John Wayne, James Stewart und Sean Connery.

Claus Theo Gärtner

Claus Theo Gärtner (73) hatte es nicht nur als Matula in "Ein Fall für zwei" mit der Polizei zu tun. In "Matula, hau mich raus!" erzählt Gärtner aus seinem Leben, unter anderem auch, dass er einmal kurzzeitig unter Mordverdacht stand, als seine ehemalige Vermieterin umkam. "Ja, stimmt, eines Morgens sitze ich in der Kantine, als meine Kommilitonen ankommen und fragen, ob ich die Zeitung schon gelesen und ob ich den Schlüssel von Helenchen Fleischers Wohnung noch habe", sagte Gärtner dazu spot on news.

"Helenchen war eine 80-jährige Dame, bei der hatte ich ein halbes Jahr zur Untermiete gewohnt." Der Fall hat sich dann aufgelöst, wie Gärtner weiter erzählt: Herausgekommen sei schließlich, "dass es der Lebensmittellieferant der alten Frau war, der auch ihre Buchführung gemacht hat. Als sie sich dafür mit jemand anderem zusammentat, wurde er so sauer, dass er sie aus Wut erschlagen hat".

Amy Schumer

"Hi, ich bin's - Amy Schumer. Ich hab ein Buch geschrieben!" - Mit diesen Worten richtet sich die 35-jähirge Schauspielerin vorab in ihrem Erstlingswerk "Inside Amy Schumer: Aus meinem Leben" an die Leser. Sie stellt im Vorwort auch gleich mal ein paar Dinge klar: Das Werk ist keine Autobiografie. Diese will sie mit 90 Jahren schreiben. Aber alle Geschichten darin sind real. Doch nicht unbedingt komplett wahr.

Es sind Storys aus dem Leben einer Frau, die seit Teenager-Tagen Tagebuch führt. Es geht um die Familie, um Freunde, um Ex-Freunde, die Arbeit, den Alltag, um Gewöhnliches und Ungewöhnliches und um Sex. Es sind persönliche Eindrücke und Empfindungen, die sie mit Witz und Ironie spickt.

Daniela Katzenberger

Daniela Katzenberger (30) hat Anfang Juni geheiratet - und zwar bekanntlich ihren Lucas Cordalis, live im Fernsehen. Was es da nicht zu sehen gab, erzählte Deutschlands Kult-Blondine in einem weiteren Buch: "Eine Tussi sagt 'Ja'". Darin geht es natürlich um die wichtigen Fragen, wie die Wahl des richtigen Hochzeitskleides oder die Auswahl der Gäste und Trauzeugen ("Manchmal komme ich mir vor wie die Bundeskanzlerin. Die muss bestimmt auch immer mit dem Gabriel diskutieren und schachern").

Außerdem sei es ihr wie Elvis Presley ergangen, der gerüchtehalber nie wieder mit Priscilla in der Kiste gewesen sein soll, nachdem Lisa Marie zur Welt gekommen war. Zumindest vorübergehend. "Mittlerweile habe ich wieder mit Lucas geschlafen. Aber ihr könnt mir glauben, das war ein langer Weg..."