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Falsche Worte schüren Ängste unter den Wählern: Die klare Botschaft einer Sprachwissenschaftlerin

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POLITIKERREDE
Mit falscher Wortwahl können Politiker unerwünschte Effekte erzielen, sagt Elisabeth Wehinger. | Sean Gallup / Getty Images
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  • Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling hat eine klare Botschaft an die Politik
  • Falsche Ausdrucksweise könne erschreckende Auswirkungen auf die Wähler haben
  • Nachholbedarf gebe es besonders bei Populisten

Der Bundestagswahlkampf naht. Harte Fakten und Wahlprogramme allein seien für die Parteien aber kein Erfolgsgarant. Diese eindringliche Botschaft deklarierte Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling nun in einem Interview mit der Nachrichtenplattform "Welt“.

Schon vor einigen Jahren habe eine Studie ergeben, dass viele Zuschauer von Nachrichten-Sendungen wie der ARD Tagesschau sprachlich überfordert seien, berichtet die "Welt" unter Berufung auf eine TNS Emnid-Umfrage aus dem Jahr 2007. Und daran habe sich bis heute nichts geändert, bestätigt auch Wehling.

Doch eine alltagsnahe und einfache Kommunikation mit den Wählern, sei besonders im Wahlkampf unabdingbar. Nur über Fakten könnten die Menschen nicht erreicht werden. Es müsse immer auch die moralische Dringlichkeit eines Themas suggeriert werden.

Paradebeispiel Donald Trump

Als Beispiel dafür führt Elisabeth Wehling die Wahl von Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten an. Sie sei der eindeutige Beweis, dass Wähler von Moral und Werten geleitet werden – "auch entgegen ihrem Eigeninteresse“.

Eine falsche Wortwahl könne sogar falsche Ängste unter den Wählern schüren. Und besonders im Umgang mit einer Wählergruppe gebe es Nachholbedarf.

Passend zum Thema: Warum wir die Wähler der Rechtspopulisten völlig falsch einschätzen

Viele Bürger reagierten besonders auf eine einfache und wertebezogene Sprache, die vielen Spitzenpolitikern bislang fernliegt.

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