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DHL Express stoppt Paketzustellung in Berliner Gewaltkiez Wedding

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DHL Express Pakete müssen in Wedding nun in Filiale abgeholt werden | Carlos Barria / Reuters
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Berlin-Wedding, ein Bezirk, in dem Arbeitslosigkeit, Tristesse und Kriminalität an der Tagesordnung sind. Eine explosive Mischung, die auch die Paketkuriere der DHL Express zu spüren bekamen.

Nach vermehrten Übergriffen und Drohungen ziehen die Mitarbeiter nun Konsequenzen. In Einzelfällen werden Pakete und Päckchen in dem Berliner Problembezirk nicht mehr persönlich an den Haustüren zugestellt. DHL Express ist zuständig für sogenannte "zeitdefinierte Express-Sendungen", also Pakete, die besonders schnell zum Empfänger müssen.

"Es ist leider zu Übergriffen auf Kuriere gekommen in der Vergangenheit, und es gab auch Betrugsversuche. Um sicherzustellen, dass die Sicherheit der Kuriere gewährleistet ist und die Sendungen der Kunden sicher ankommen, haben wir uns im Einzelfall zu dieser Maßname entschieden", teilte DHL-Sprecherin Anke Blenn der Huffington Post in einer schriftlichen Stellungnahme mit.

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In Abstimmung mit den jeweiligen Versendern werde nun fallweise entschieden, bestimmte Sendungen nicht mehr auszuliefern, hieß es weiter in der schriftlichen Stellungnahme. Der Empfänger werde dann zeitnah informiert, dass seine Sendung in der nächstgelegenen DHL-Express Abholstation liege. Die kann in einzelnen Fällen jedoch kilometerweit entfernt sein.

Express-Pakete müssen in Wedding nun in Filiale abgeholt werden

Pakete, die mit dem Standardversand von DHL verschickt werden, sind von dem Zustellungsstopp nicht betroffen. Hier erfolge laut DHL immer ein persönlicher Zustellversuch. Werde der Empfänger nicht angetroffen oder könne das Paket nicht in der Nachbarschaft hinterlegt werden, komme das Paket in die nächst gelegene Postfiliale, wo es abgeholt werden könne, sagte die Sprecherin der Huffington Post.

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(ben)