Huffpost Germany

Trump im "New York Times"-Interview: "Mein Chefstratege Bannon ist kein Rassist"

Veröffentlicht: Aktualisiert:
DONALD TRUMP
Donald Trump hat sich zu einem Interview mit der von ihm viel kritisierten "New York Times" bereiterklärt | Bastiaan Slabbers via Getty Images
Drucken
  • Donald Trump hat sich zu einem Interview mit der "New York Times" bereiterklärt
  • Die Redaktion tickert das Gespräch live auf ihrer Seite

Im Wahlkampf war Trumps Verhältnis zu den US-Medien oft angespannt - daran scheint sich auch nach dem Wahlsieg wenig zu ändern.

Ein für Dienstag vereinbartes Treffen mit dem Herausgeber und mehreren Reportern der "New York Times" sagte Trump erst ab, dann stimmte er plötzlich wieder zu.

Die Zeitung gilt seit längerem ein bevorzugtes Ziel der Kritik Trumps. Trump behauptet: Wegen der angeblich falschen Berichterstattung über ihn sänken die Verkaufszahlen der Zeitung.

Nun kam es doch zum Gespräch zwischen ihm und Redakteuren der "New York Times". Die Redaktion berichtete auf ihrer Seite und bei Twitter live über das Zusammenkommen mit Trump. Das waren dessen wichtigste Aussagen:

Trump über Syrien

Auf das Thema Syrien angesprochen, soll Trump laut einer "New York Times"-Journalistin verbal mit den Augen gerollt haben.

Er wolle das "Problem in Syrien" lösen, sagte Trump laut der Nachrichtenseite dann. "Ich habe allerdings eine andere Sicht auf die Dinge dort, als alle anderen".

Wie die aussieht, hatte Trump im Gespräch mit dem US-Sender CBS vor einigen Monaten erklärt.



Trump über seinen Chefstrategen Steve Bannon

Als erstes ging es um die kontroverse Ernennung des ehemaligen "Breitbart"-Herausgebers Steve Bannon als Chef-Berater Trumps. Auf Bannon angesprochen, erklärte Trump: "Wenn ich denken würde, dass er rassistischen oder rechts wäre, dann würde ich nicht mal darüber nachdenken, ihn zu nominieren".

Es sei "sehr schwer" für Bannon solche Vorwürfe zu hören - denn das sei nicht er", sagte Trump weiter.

Trump über die "New York Times"

Gefragt, ob er die "New York Times" lese, stichelte Trump: "Ja, leider. Ich würde zwanzig Jahre länger leben, wenn ich es nicht tun würde."

Trump über US-Präsident Obama

Bereits nach dem ersten Treffen mit Noch-Präsident Barack Obama hatte Trump sich sehr positiv über seinen Amtsvorgänger geäußert.

Jetzt wiederholte er die Lobpreisung: "Ich wusste vorher nicht, ob ich ihn mögen würde. Wahrscheinlich dachte ich, ich würde es nicht tun. Aber ich mochte ihn wirklich gerne."

Trump über die Rolle seines Schwiegersohns Kushner

Experten und Medien rätseln noch immer, welche Rolle Jared Kushner im Übergangsteam und darüber hinaus einnimmt. Nun signalisierte Trump: Vermutlich wird Kushner keine formale Position besetzen. Er könnte jedoch eine Rolle beim Friedensprozess im Nahen Osten spielen.

Trump über die Rolle Amerikas in der Welt

Trumps Außenpolitik? Noch immer eine Wundertüte.

Auf die Frage, welche Rolle die USA in der Welt einnehmen sollten, lacht Trump nur. "So eine große Frage", sagt er.

Zu zumindest einer vielsagenden Antwort lässt sich Trump doch hinreißen: "Ich finde, die USA sollten kein Erbauer von Nationen sein."

Trump über die gewonnene Wahl

Es sei einfach gewesen, die Wahl zu gewinnen, erklärt Trump, Großkotz, der er ist.

Trump über den Interessenkonflikt als Geschäftsmann

US-Präsident und aktiver Geschäftsmann? Für Trump kein Interessenkonflikt. Für ihn ist die Sache klar: "Der Präsident kann keinen Interessenkonflikt haben."

Ohnehin sei sein Geschäft gegenüber dem Großen, was er nun mache, egal. Theoretisch könne er die Geschäfte zwar weiter führen, dies würden nun aber seine Kinder übernehmen.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Eine ebenso simple wie geniale Idee steckt hinter dem Projekt World Bicycle Relief. Diese nämlich lautet: "Fahrrad = Mobilität = Bildung". So einfach kann Hilfe tatsächlich sein.

World Bicycle Relief stellt Menschen in Entwicklungsländern Fahrräder zur Verfügung, damit sie ihr Leben aus eigener Kraft verändern können. Denn in ländlichen Regionen Afrikas bedeutet ein Fahrrad ein großes Maß an Lebensqualität: Es verkürzt die Transportwege und erleichtert seinem Besitzer den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.

Mit über 200.000 Fahrrädern, die in Afrika montiert werden, und 1000 ausgebildeten Mechanikern hilft WorldBicycleRelief vor Ort dabei, Armut zu bekämpfen und fördert Bildung und die wirtschaftliche Entwicklung in Gegenden, die sonst von der Infrastruktur abgeschnitten wären.

Unterstütze sie jetzt bei dieser Arbeit und spende auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

So krass verhöhnt Donald Trump Angela Merkel