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Radikalismus in Sachsen: 18 beunruhigende Fakten

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SACHSEN
Anti-Islam-Demonstranten in Berlin (Symbolbild) | Getty
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Schon länger hat man den Eindruck, dass Sachsen irgendwie nicht mehr richtig zu Deutschland gehört.

Pegida war dort größer als in anderen Bundesländern. Rechte Straftaten erreichen dort deutschlandweite Rekordwerte. Die Angriffe auf Politiker sind dort zuletzt so stark gestiegen, wie in kaum einem anderen Bundesland. Die AfD kommt laut einer Umfrage in dem Bundesland jetzt auf 25 Prozent.

Sachsen so scheint es, ist derzeit einer der radikalsten und leider auch einer der braunsten Flecken Deutschlands - und das Bundesland, in dem der Glauben an die Demokratie nachhaltig zerstört ist.

Nun hat die Regierung in Sachsen selbst eine repräsentative Studie in Auftrag gegeben, um der Befindlichkeit im Land nachzugehen - und die Ergebnisse sind erschreckend.

Hier sind 18 beunruhigende Fakten aus dem Sachsen-Bericht:

1. Eine Mehrheit von 58 Prozent meint, dass Deutschland in einem gefährlichen Maß "überfremdet" sei

2. 51 Prozent machen sich Sorgen, dass die deutsche Kultur und Eigenart verloren geht

3. Damit, wie die Demokratie in Deutschland in der Praxis funktioniert, ist nur jeder zweite Sachse sehr zufrieden oder eher zufrieden

4. 17 Prozent der 18- bis 29-Jährigen halten die Demokratie für eine schlechte Staatsform

5. Nur 17 Prozent der Sachsen haben Vertrauen in die Arbeit der Parteien

6. 48 Prozent der Sachsen sind der Meinung, dass es in Deutschland ungerecht zugeht

7. 51 Prozent der Sachsen interessieren sich stark oder sehr stark für Politik

8. 65 Prozent der Sachsen glauben, sie leben nicht in einer "echten Demokratie", "weil die Wirtschaft und nicht die Parlamente das Sagen haben"

9. 70 Prozent der Sachsen glauben, dass sie ohnehin keinen Einfluss darauf haben, was die Politik tut

10. 62 Prozent glauben, dass ihre Stimme nicht zählt

11. 18 Prozent sind überzeugt, dass die Deutschen anderen Völker von Natur aus überlegen sind

12. Dass die Deutschen anderen Völkern überlegen sind, glauben sogar 28 Prozent der Befragten, die ihre eigene Zukunft pessimistisch sehen

12. 32 Prozent halten eine sexuelle Beziehung zwischen Personen desselben Geschlechts für unnatürlich

13. Die meisten hier lebenden Muslime akzeptieren nicht unsere Werte - davon sind knapp 70 Prozent der Sachsen überzeugt

14. Knapp 40 Prozent wollen Muslimen die Zuwanderung nach Deutschland untersagen

15. 54 Prozent wollen nicht, dass sich Sinti und Roma in ihrer Wohngegend aufhalten

16. 36 Prozent finden, dass wer schon immer in Sachsen oder in Deutschland lebt, mehr Rechte haben sollte als die, die später hergezogen sind

17. Juden versuchen heute Vorteile daraus zu ziehen, dass sie während der Nazi-Zeit die
Opfer gewesen sind - das glauben 25 Prozent der Sachsen

18. 44 Prozent der Sachsen attestiert die Studie eine mittlere oder hohe gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Bei diesen Zahlen überrascht das Fazit, das die Studienautoren am Ende des Berichtes ziehen. Dort steht: "Gut ein Vierteljahrhundert nach der friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung schauen die Sachsen zufrieden zurück auf das, was in ihrem Bundesland seit 1990 erreicht wurde und blicken ihrer eigenen Zukunft mit Optimismus entgegen."

Ob so Ironie auf sächsisch geht? Tatsächlich spricht ein Beirat, der extra für die Umfrage gebildet wurde, von "alarmierenden" Ergebnissen.

Für die kommende Bundestagswahl lassen diese Zahlen jedenfalls schlimmes vermuten.

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