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Freiburg erklärt Wegwerfbechern den Krieg - und will sie mit einem einfachen System ersetzen

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PFAND
Die Stadt Freiburg hat ein Mehrwegsystem für To-go-Becher eingeführt | dpa
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  • Die Stadt Freiburg hat ein Mehrwegsystem für To-go-Becher eingeführt
  • Der "FreiburgCup" soll für einen Euro erhältlich sein
  • Der umweltfreundliche Becher soll bald flächendeckend erhältlich sein

In nur einer Stunde werfen die Deutschen im Durchschnitt 320.000 Kaffeebecher weg.

Die Stadt Freiburg will gegen diesen Misstand vorgehen - und hat diese Woche ein Pfand-System für To-go-Becher eingeführt, berichtet der SWR.

"FreiburgCup" heißt das Pilotprojekt, an dem 15 Cafés der baden-württembergischen Stadt teilnehmen. Die Idee: Wiederverwendbare Becher sollen die Wegwerf-Pappbecher ersetzen, die sich die Freiburger jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit holen.

Wer sich nun in den teilnehmenden Cafés einen Kaffee-to-go holt, bekommt für einen Euro Aufpreis einen Becher, der bis zu 400 Mal verwendbar ist, erklärte Michael Broglin, Geschäftsführer der Freiburger Abfallwirtschaft und Stadtreinigung, im Gespräch mit dem "SWR". Der Becher kann in den teilnehmenden Kaffees und Geschäften auch wieder umgetauscht werden, dort wird er dann gespült.

Pilotprojekt geht mit 5.000 Pfandbechern an den Start

Zunächst geht das Pilotprojekt mit einer Startauflage von 5.000 Stück an den Start. Wenn das Projekt gut ankomme, wolle man es aber großflächig einführen, sagt Broglin.

Freiburg wäre nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe die erste baden-württembergische Stadt, die ein solches System einführen würde.

"Es ist nicht nur ein Freiburger Phänomen, dass in der Innenstadt immer mehr Pappbecher liegen und die Straßen vermüllen", sagte die Freiburger Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik der "Badischen Zeitung".

Ähnliche Initiativen hatte es im Vorfeld bereits in anderen deutschen Städten gegeben - unter anderem in Tübingen, Berlin und Hamburg.

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