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Angela Merkel: Make-Up-Artist Boris Entrup analysiert den Look der Kanzlerin

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Angela Merkel will mit ihrem zeitlosen Look für eine neue Amtszeit kandidieren

Seit dem 22. November 2005 regiert sie Deutschland als Bundeskanzlerin, nun hat Angela Merkel (62) bekannt gegeben, noch einmal als Kanzlerkandidatin antreten zu wollen. An ihre Blazer in allen Farben haben wir uns längst gewöhnt. Im Laufe der Jahre von der CDU-Vorsitzenden zur Kanzlerin durchliefen außerdem auch ihre Haare dank Star-Friseur Udo Walz (72) eine kleine Revolution. Mit ihrem Look strahlt sie Seriosität und Beständigkeit aus. Doch was ist das Geheimnis hinter ihrem zeitlosen Auftreten? Make-up-Artist Boris Entrup (38) hat für spot on news den Merkel-Look analysiert.

"Kein halbtotes Wrack"

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Wirklich erstaunlich ist, dass Angela Merkel im Laufe ihrer Amtszeit so gut wie nicht gealtert zu sein scheint. Vergleicht man ihre optische Entwicklung beispielsweise mit der Verwandlung von Barack Obama in seiner Zeit als US-Präsident, liegen in dieser Hinsicht Welten zwischen den beiden. Während bei Obama die grauen Haare deutlich sein Alter zeigen, wirkt Frau Merkel keineswegs wie eine Frau über Sechzig. Dieser Meinung ist sie auch selbst.

Im Interview mit Anne Will nach der Bekanntgabe ihrer erneuten Kandidatur, wurde sie von der Moderatorin auf ein früheres Interview angesprochen, in dem sie gesagt hatte: "Ich will den richtigen Ausstieg aus der Politik finden, ich will dann kein halbtotes Wrack sein." Angela Merkels schlagfertige Antwort: "Ich habe mich im Spiegel angeguckt und finde, dass ich das noch nicht bin."

Natürlich und gepflegt

Natürlichkeit ist in Beauty-Fragen der große Trumpf der Politikerin. Als Frau in einer von Männern dominierten Domäne macht sie sich mit einem leichten und gepflegten Make-up nicht angreifbar, sondern unterstreicht ihre Autorität. Ihre blauen Augen betont die Kanzlerin häufig mit einem Lidstrich am oberen Augenlied sowie einem Hauch von Mascara. "Durch den Lidstrich wird ihr Blick geschärft und die Augen wirken wacher", erklärt Make-up-Artist Boris Entrup die Wirkung der Schminktechnik.

Lippenstift hingegen wählt Angela Merkel - wenn überhaupt - in zarten Rosé-Tönen. Selbst bei festlichen Anlässen, wie den Festspielen von Bayreuth, die sie gerne besucht, bleibt ihr Make-up zurückhaltend und angemessen. Boris Entrup rät der Kanzlerin in einem solchen Fall: "Ein Lipliner in der eigenen Lippenfarbe optimiert Lippenlinie und -form, sieht frisch und natürlich aus und sorgt dafür, dass der Lippenstift bleibt, wo er sein soll."

Einen Maskeneffekt vermeiden

Die Kanzlerin scheint sich in jedem Fall an die Devise zu halten, die Entrup Frauen mit reiferer Haut ab 50 Jahren rät: "Gerade bei reiferer Haut und bewegten Hautpartien ist weniger mehr. Zuviel Produkt setzt sich gerne in den Fältchen ab und betont diese ungewollt." Das heißt, gerade wer wie Angela Merkel die eine oder andere (Lach-)Falte im Gesicht hat, sollte versuchen, einen Maskeneffekt zu vermeiden und stattdessen seine Vorzüge dezent betonen.

Gerade Concealer kann hier als kleines Korrektur-Helferlein Wunder wirken. Besonders gut für reifere Haut eignet sich als Grundlage für einen ebenmäßigen Teint flüssige Foundation, auf zu viel Puder sollte hingegen verzichtet werden. Dieser setzt sich leicht, wie Entrup eben warnt, in den Hautfältchen ab und macht diese noch deutlicher.