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Weshalb die Amerikaner Klinsmann feuerten

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Nach mehr als fünf Jahren trainiert Jürgen Klinsmann nicht mehr die Fußball-Nationalmannschaft der USA.

Grund ist der Misserfolg der Nationalmannschaft: Die USA drohten die Qualifikation für die Fußball-WM 2018 in Russland zu verpassen.

"Wir sind davon überzeugt, dass wir jetzt eine andere Richtung einschlagen müssen", kommentierte Verbandschef Sunil Gulati die Entscheidung. Zuletzt hatten die USA zwei bittere Niederlagen in der WM-Qualifikation hinnehmen müssen.

Bruce Arena als Nachfolger im Gespräch

Am Dienstag soll es Informationen darüber geben, wie es mit den US-Fußballern weitergehen soll. Im Gespräch für Klinsmanns Nachfolge ist Bruce Arena (51), der das Team bereits von 1998 bis 2006 mit einigem Erfolg trainiert hatte.

Der 52 Jahre alte Klinsmann hatte die US-Boys seit Juli 2011 trainiert und war mit dem Team bei der WM 2014 ins Achtelfinale gekommen. Die Amerikaner hatten 2013 auch den CONCACAF Gold Cup gewonnen.

Die Beurlaubung des Weltmeisters von 1990 hatte sich angedeutet. Beim deftigen 0:4 in Costa Rica in der vergangenen Woche hatten die US-Fußballer die höchste Pleite in der WM-Qualifikation seit 1957 kassiert.

Spott und Häme auf Twitter

Verbandschef Gulati verweigerte Klinsmann danach die Rückendeckung und kündigte Gespräche mit dem gebürtigen Schwaben an. Nun folgte die Trennung.

Klinsmann habe im US-Verband jede Menge vorangebracht, räumte der Präsident ein. "Er hat jeden in unserem Verband dazu aufgefordert, neue Wege zu gehen. Dank ihm sind wir als Organisation gewachsen", lobte Gulati.

Auch in den sozialen Medien gab es in der Nacht zum Dienstag viel Anerkennung für Klinsmann. Sie hielt sich aber in etwa die Waage mit Spott und Häme: "Auf Wiedersehen" schrieben einige US-Nutzer auf Deutsch bei Twitter, und "endlich".

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(ben)