Huffpost Germany

Starkes Erdbeben erschüttert Japan: Tsunami-Warnung

Veröffentlicht: Aktualisiert:
JAPAN
Google Maps
Drucken
  • Nach dem Erdbeben in der japanischen Region Fukushima traf ein Tsunami die Küste
  • Die Welle richtete kaum Schäden an
  • Die Behörden haben die Tsunami-Warnstufe nun herabgesetzt

Nach dem starken Erdbeben in Nordjapan haben die Behörden eine Tsunami-Warnung herabgestuft. Die Bewohner wurden jedoch weiter zu Vorsicht aufgefordert, wie der Fernsehsender NHK am Dienstag berichtete.

Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi und einem weiteren AKW in der Nachbarprovinz Miyagi habe es keine Unregelmäßigkeiten gegeben. Auch die zwischenzeitlich ausgefallene Kühlung in einem Abklingbecken des Atomkraftwerks Fukushima Daini laufe wieder.

Nach Angaben eines Regierungssprechers wurden zwei Menschen in Folge des Bebens der Stärke 7,4 leicht verletzt. Nach Angaben von NHK kam es zu einem Nachbeben der Stärke 3,9. Die nationale Wetterbehörde warnte auch für die nächsten Tage vor weiteren Nachbeben.

Zuvor waren Flutwellen von bis zu 1,40 Meter Höhe auf die Küste getroffen. Das ist deutlich niedriger als vor fünfeinhalb Jahren, als ein gewaltiger Tsunami in Folge eines Bebens die Region schwer verwüstet und 18 500 Menschen in den Tod gerissen hat

Auch in der japanischen Hauptstadt in Tokio waren die Erschütterungen spürbar.

Anwohner berichten in den sozialen Medien von starken Beben in der Hauptstadt.

Die Region im Nordosten des Landes war im März 2011 von einem schweren Erdbeben und einem Tsunami heimgesucht worden. Dabei starben mehr als 18.000 Menschen. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi war es zu einem Gau gekommen.

Die Regierung in Tokio richtete einen Krisenstab ein. Auch in der rund 300 Kilometer entfernten Hauptstadt des Landes gerieten Häuser ins Wackeln.

Das erneute Beben ereignete sich in einer Tiefe von zehn Kilometern unter dem Meer vor der Küste Fukushimas.

Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben betroffenen Länder der Welt. Im Frühjahr war erst der Süden Japans getroffen worden. Dabei hatte es Tote und schwere Schäden gegeben.

Auch auf HuffPost:

Psychologin erklärt, warum wir gute Nachrichten brauchen

(ben)