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5 Tipps für nachhaltiges Reisen

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TRAVELING WATERMELON
Sami Sert/iStock
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Letztes Jahr erreichte London im Juli die 37 Grad Grenze, das war der heißeste Tag, der jemals in Großbritannien gemessen wurde. Auch weiter von uns entfernt fanden Rekordereignisse, wie das Feuer im Olympic-Nationalpark in Washington, oder Kaliforniens schlimmste Dürreperiode seit langem statt. Wenn es um die Klimakrise geht, sind wir alle schuldig. Jedes Jahr produziert eine durchschnittliche Person in Großbritannien 12,5 Tonnen Treibhausgas Emissionen - eine Zahl, die stetig steigt. Da unser Interesse für Reisen und Tourismus weiterhin steigt und wir von einem fernen Land ins nächste reisen, sollten wir darüber nachdenken, wie dabei unser ökologischer Fußabdruck so klein wie möglich bleiben kann. Diese 5 Tipps helfen euch dabei:

1. Versucht Flüge zu vermeiden

kind zug

Laut der David Suzuki Foundation* fallen vier bis neun Prozent der gesamten Klimaauswirkungen durch den Menschen auf die Luftfahrtindustrie zurück. Ein Flug von London nach New York und wieder zurück verbraucht schätzungsweise etwa 2,25 Tonnen an Treibhausgas. Wie wäre es deshalb mal mit einem Urlaub in der eigenen Region? Und wenn ihr fliegen müsst, versucht die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten, in dem ihr in weniger entfernte Länder mit dem Zug reist oder auf Direktflüge achtet und eine Luftfahrtgesellschaft wählt, die auf ethische Gesichtspunkte Wert legt**.

*Link zur Quelle: www.davidsuzuki.org/what-you-can-do/reduce-your-carbon-footprint/travel-sustainably/
** Zum Beispiel: www.ethicalconsumer.org/buyersguides/energy/carbonoffsets

2. Wählt euer Ziel mit Bedacht

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Dank des Internets kann man heutzutage schon eine Vielzahl an Informationen über einen Ort herausfinden, bevor man überhaupt dort angekommen ist. Auf eines solltet ihr dabei immer achten: die Einschätzung der gemeinnützigen Organisation Ethical Traveler. Sie bewertet jedes Jahr Reiseziele nach ihren Umweltschutzstandards, der Art der Sozialfürsorge und dem Umgang mit Menschenrechten. Und diese Orte stehen 2016 ganz oben auf ihrer Liste: Die Mongolei, Panama, Kap Verde und viele mehr. Diese Liste kann aber nur so lange weitergeführt werden, wie es Menschen gibt, die in Länder mit nachhaltigem Tourismus reisen und sie dadurch unterstützen. Ihr Erfolg wird andere Länder motivieren mitzuziehen und so kann unser CO2-Fußabdruck kollektiv verkleinert werden.

3. Wie grün ist eure Unterkunft?

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Es gibt weltweit über 140 Systeme zur Umweltzertifizierung, alle mit dem Ziel, Gastfreundschaft grüner zu machen. Die anerkanntesten sind das Green Key Umwelt-Label in Europa, das LEED-Zertifikat (Leadership in Energy and Environmental Design) in den Vereinigten Staaten und die BREEAM-Zertifizierung (Building Research Establishment Environmental Assessment Methodology) in Großbritannien. Sie achten darauf, ob ein Hotel mit erneuerbarer Energie arbeitet, auf Recycling Wert legt, ökologische Reinigungsprodukte verwendet und dem Gast umweltfreundliche Optionen anbietet (zum Beispiel, nicht jeden Tag die Bettwäsche zu wechseln). Wenn das Hotel eurer Wahl das Nachhaltigkeits-Zertifikat bekommen hat, dann könnt ihr es ohne schlechtes Gewissen buchen.

4. Denkt an alles

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Verhaltet euch auf Reisen genauso, wie ihr es Zuhause handhabt. Fragt, ob es möglich ist, die Handtücher nicht täglich zu wechseln und geht nur kurz unter die Dusche – Kleinigkeiten summieren sich. Falls ihr euch für eine Sightseeing-Tour entscheidet, achtet darauf, dass euer Reiseführer (am besten ein Einheimischer) auf ethische Prinzipien Wert legt, die Natur respektiert und ressourcenschonende Büroartikel verwendet. Falls die Einheimischen an Wasserknappheit leiden, denkt zweimal darüber nach, zu viel davon zu verbrauchen.

5. Nutzt den öffentlichen Nahverkehr

tuktuk

Auch wenn es für euch am einfachsten erscheint, ein Auto zu mieten, um euer Ziel zu erreichen, so ist es nicht das Beste für die Natur (außer es handelt sich um ein Elektroauto). Laut der Europäischen Kommission* sind Autos für rund zwölf Prozent der gesamten Kohlendioxid-Emission in der EU verantwortlich. Also nehmt das Fahrrad, fahrt im Zug mit den Einheimischen oder lauft doch einfach.

Lerne mehr über Nachhaltigkeit auf Electrify the World - a Nissan Mobility Initiative.

*Quellenangabe: www.europa.eu/clima/policies/transport/vehicles/cars