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Seine Frau hielt ihn für tot - 23 Jahre später taucht er wieder auf

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RICHARD HOAGLAND
Pasco County Sheriffs Office
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Im Februar 1993 verschwand Linda Iselers Mann aus Florida spurlos. Das letzte, was die US-Amerikanerin von ihrem Mann, Richard Hoagland, gehört hatte, war ein Anruf, bei dem er behauptet hatte, er sei gerade auf dem Weg ins Krankenhaus. Danach sahen sie und ihre beiden Söhne Matthew und Doug ihn nie wieder.

"Ich war am Boden zerstört. Er ließ uns ohne irgendetwas zurück", sagte Iseler dem US-Sender ABC News. Im Jahr 2003 wurde Richard Hoagland offiziell für tot erklärt.

23 Jahre später stellte sich heraus: Richard Hoagland war gar nicht tot. Er hatte die Identität eines verstorbenen Fischermannes angenommen und lebte noch immer im US-Staat Florida, allerdings mit einer neuen Familie.

Auch seine neue Frau wusste nichts von dem Betrug

Der Neffe des Fischermannes hatte ihn über die Website anchestry.com gefunden, wie die britische Tageszeitung "The Independent" berichtete. Dort war unter dem Namen seines Onkels verzeichnet, dass er wieder geheiratet hatte. Dabei wusste sein Neffe, dass sein Onkel seit zwei Jahren tot war und hatte sich deshalb zurecht gewundert.

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Credit: Pasco County Sheriffs Office

Der Fischermann, Terry Symansky, war im Jahr 1991 bei einem Unfall gestorben und hatte weder Frau noch Kinder gehabt. Hoagland war es gelungen, dessen Identität anzunehmen, indem er ein Apartment von dem Vater des Verstorbenen gemietet und dann den Totenschein und Privatpapiere seines Sohnes gestohlen hatte.

Mit den Papieren hatte Hoagland zunächst seinen Führerschein nachgeholt und dann erneut geheiratet. Mit seiner neuen Frau hatte der Betrüger mittlerweile ein weiteres Kind bekommen. Auch diese Frau wusste angeblich nicht, dass der Vater ihres Kindes nicht der war, für den sie ihn gehalten hatte.

Nun steht Hoagland vor Gericht. Als Begründung für seinen Betrug sagte er, er habe sich nicht noch einmal scheiden lassen wollen, weil er bereits eine Scheidung hinter sich hätte.


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