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Catering-Firma bezeichnet künftige Braut als "widerlich" – weil sie nicht auf ein Angebot einging

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SWEETERY
Die Firma "Sweetery" war offensichtlich ziemlich sauer | Instagram / Sweetery
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Amanda De Pascale wollte etwas Besonderes für ihre anstehende Hochzeit. Ihre Idee: Ein Food Truck mit allerlei Süßigkeiten und Desserts für ihre Gäste.

Statt Süßigkeiten bekam De Pascale aber letztlich nur heftige Beleidigungen.

Der Food Truck sprengte das Budget des Paares

Die künftige Braut erklärte gegenüber dem US-amerikanischen Sender Fox News, dass sie eine Anfrage an die Food Truck-Firma "Sweetery NYC" in New York City gestellt hätte.

Als die Antwort der Firma kam, musste Pascale allerdings feststellen, dass die Kosten von mehr als 2.900 Dollar ihr Budget überschritten. "Wir zahlen selber für unsere Hochzeit", sagte sie Fox News. "Ich war enttäuscht, aber ich dachte dann auch nicht mehr viel darüber nach."

Weil sie das Angebot nicht annehmen konnte, meldete sie sich also nicht mehr bei der Firma.

De Pascale: "Sie haben mich immer wieder angerufen"

"Sweetery" habe aber so schnell nicht aufgegeben. "Sie haben mich immer wieder angerufen, mehrmals innerhalb einer Stunde, dann hörten sie einige Stunden auf, um schließlich wieder anzurufen", so De Pascale. "Ich sagte Ihnen: 'Ich kann gerade nicht, ich bin bei der Arbeit' und legte auf", erklärt sie gegenüber dem US-Sender.

Dennoch seien die Anrufe zwei Wochen lang weitergegangen – bis schließlich eine E-Mail kam.

"Amanda, wir haben keine Ahnung, was für ein krummes und krankes Spiel sie mit uns spielen, aber jetzt ist es Zeit für uns, etwas zu sagen", habe es in der Mail geheißen.

"Sie sind eine widerliche, vom Boden fressende, armselige Schande", hieß es dann weiter.

"Wir hoffen, dass er oder sie abhaut"

"Wie oft haben wir Sie angerufen, um nachzufragen, wie es um das Angebot steht, für das wir Zeit und Mühe investiert haben, um es an ihre Anfrage anzupassen. Jedes Mal haben Sie feige aufgelegt, wenn wir gesagt haben, wer wir sind. Was für ein suspektes, verdrehtes, miserables Individuum Sie sein müssen.“

Aber das war erst der Anfang. Die Firma wünschte De Pascale, dass die Hochzeit ein "komplettes Desaster des Jahrhunderts" wird und fügte noch hinzu: "Wir können uns die Person nicht vorstellen, die Sie heiraten würde." Weiter hieß es: "Wir hoffen, dass er oder sie abhaut und sich selber vor dem Schlammloch rettet, das Sie sind."

Wie Fox News berichtet, postete ein Freund von De Pascale Screenshots der E-Mail auf Facebook. Der Post ist mittlerweile nicht mehr öffentlich sichtbar, wurde aber bereits von mehreren Medien aufgegriffen. "Sweetery" brachte das dazu, sich öffentlich zu entschuldigen.

Chef der Firma gab zu, dass die Mail aus der Firma kam

Gegenüber Fox News bestätigte "Sweetery"-Chef Grant DiMille, dass die Mail von einem Computer der Firma kam, diese aber nicht von ihm oder einem Mitglied des Managements stamme.

Er gab zu: "Es ist eine schreckliche Beleidigung", fügte dann aber hinzu: "aber jeder macht mal Fehler."

DiMille erklärte zudem, dass die Firma das Datum von De Pascales Hochzeit notiert hatte und bereits eine zweite Anfrage für dasselbe Datum bekommen hatte. Deshalb habe "Sweetery" dringend auf eine Antwort von ihr gewartet.

Schließlich erklärte er gegenüber dem Sender, dass er den Mitarbeiter, der hinter der E-Mail stecken soll, gefeuert habe. Demnach sagte er: "Ich habe mich mit dem Mitarbeiter unterhalten, der die Mail geschrieben hat, und habe ihm gesagt, dass wir angesichts des Schmerzes, den er Amanda zugefügt hat, keine andere Wahl haben, als ihm zu kündigen."

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(ame)