Huffpost Germany

Streit um Schulz-Nachfolge: Juncker drohte mit Rücktritt

Veröffentlicht: Aktualisiert:
JUNCKER SCHULZ
Streit um Schulz-Nachfolge: Jean-Claude Juncker droht offenbar mit Rücktritt | Max Rossi / Reuters
Drucken

Bleibt er oder nicht?

Die Spekulationen um den Verbleib von Martin Schulz (SPD) als EU-Parlamentspräsident sorgen in Brüssel offenbar für heftige politische Auseinandersetzungen.

Zentrale Figur dabei: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

Der Luxemburger hat sich jetzt klar hinter Schulz gestellt. Im kleinen Kreis habe Juncker sogar mit seinem Rücktritt gedroht, sollte Schulz seinen Posten nicht über Januar 2017 hinaus behalten dürfen, berichtet der "Spiegel". "Dann kann ich für meine Zukunft als Kommissionspräsident nicht mehr garantieren", soll Juncker demnach gesagt haben.

Schulz soll seinen Posten im Januar räumen

Laut einer Absprache soll Schulz im Januar nach der Hälfte der Legislaturperiode seinen Posten für einen Kandidaten der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) räumen.

Er möchte jedoch seine Amtszeit verlängern, was er laut "Spiegel" Anfang der Woche in internen Gesprächen bekräftigte. "Ich fühle mich diesem Projekt verpflichtet und will weiter meinen Beitrag leisten", sagte er demnach.

Experten zufolge dürfte Schulz sein jetziges Amt auch einem Wechsel ins Auswärtige Amt in Berlin vorziehen. Ein Kommentar dazu von Schulz liegt noch nicht vor. Der SPD-Mann wird als Nachfolger von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) gehandelt, der bei der Bundespräsidentenwahl im Februar antritt.

Auch auf HuffPost:

Warum Erdogan immer gewinnen wird

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.