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Nach Mord an Studentin in Freiburg: Suchhund führt Polizei in Hörsaal

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  • Nach dem Mord an einer Studentin in Freiburg hat ein Suchhund die Fährte aufgenommen
  • Das Tier führte die Polizei in einen Hörsaal mit rund 100 männlichen Studenten
  • Ein DNA-Abgleich zeigte inzwischen: Der Täter war nicht dabei

Auf der Suche nach dem Mörder einer 19 Jahre Studentin in Freiburg sind die Ermittler auch nach einem DNA-Abgleich in europaweiten Datenbanken nicht weitergekommen.

Die am Opfer gefundenen Spuren hätten dort keinen Treffer erbracht, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Auch die Auswertung der DNA-Proben von mehr als 100 Studenten sei erfolglos gewesen.

Suchhund führte Polizei zur Universität

Auf der Suche nach dem Mörder der ermordeten Studentin hatte ein Suchhund der Polizei Fährte aufgenommen und die Beamten in einen Hörsaal der Universität geführt.

Dort saßen in einer Biochemie-Vorlesung am Freitag weit mehr als 200 Studenten, teilte die Polizei nach der Aktion mit. Deren Personalien nahm die Polizei auf. Fast alle der etwa 100 männlichen Studenten erklärten sich den Angaben zufolge zu einer DNA-Erhebung bereit.

Die Polizei hatte an der Leiche der Frau und an einem Fahrrad unweit des Tatorts männliche Körperspuren gefunden. Sie konnten bislang aber niemandem zugeordnet werden. Die nun in der Universität gewonnenen Spuren würden nun ausgewertet, teilten die Behörden mit.

Tier verfolgte "Geruchsspur vom Tatort"

Laut Informationen der "Badischen Zeitung" soll es sich bei den Studenten um das Semester der Getöteten handeln. Die 19-Jährige hatte im dritten Semester Medizin studiert - Biochemie ist ein Teil des Medizinstudiums.

Die Stimmung im Hörsaal sei ruhig und verständnisvoll gewesen, sagte ein Student der "Badischen Zeitung".

Ob es sich bei der von dem Hund verfolgten Spur um eine Spur des Opfers oder des Täters handelte, wollten die Behörden zunächst nicht mitteilen. Es handele sich jedoch um "eine Geruchsspur vom Tatort", sagte Polizeisprecherin Laura Riske.

Möglicher Zusammenhang mit weiterem Mord

Mitte Oktober war die Medizinstudentin aus dem Enzkreis vergewaltigt und getötet worden. Sie war nachts mit dem Fahrrad unterwegs von einer Studenten-Party nach Hause. Der Täter ist unbekannt.

Um den Tatabend besser rekonstruieren zu können, hat sich die Polizei nun außerdem mit einem Online-Fragenkatalog an alle Studenten und Mitarbeiter der Universität Freiburg gewandt. Dort können freiwillig Beobachtungen von der fraglichen Party gemeldet werden.

Auch in Endingen bei Freiburg war Anfang November eine 27-jährige Joggerin von einem Unbekannten vergewaltigt und ermordet worden. Die Polizei prüft einen möglichen Zusammenhang beider Täter, hat aber bislang keinen konkreten Hinweis.

In beiden Fällen fehlt den Ermittlern eine heiße Spur, sie bitten um Hinweise. In dem Freiburger Fall sind 6.000 Euro Belohnung ausgesetzt. Angaben können über das Internet auch anonym mitgeteilt werden. In den zwei Fällen ermitteln zwei Sonderkommissionen der Freiburger Polizei mit zusammen 80 Beamten.

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