Islam-Hasser und Russland-Freund: Das ist Trumps Nationaler Sicherheitsberater

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MICHAEL FLYNN
Michael Flynn wird Trumps Nationaler Sicherheitsberater | Gary Cameron / Reuters
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  • Trumps Übergangsteam hat bekanntgegeben, dass Michael Flynn Nationaler Sicherheitsberater werden soll
  • Der Ex-General ist als Islam-Kritiker und Russland-Freund bekannt

Er nannte den Islam ein "KrebsgeschwĂŒr". Er steht saß neben Wladimir Putin, nachdem er in Moskau eine bezahlte Rede gehalten hatte. Er bezeichnete PrĂ€sident Obama als einen LĂŒgner und wollte Hillary Clinton ins GefĂ€ngnis bringen. Und jetzt ist er einer der mĂ€chtigsten MĂ€nner der USA.

Der designierte US-PrĂ€sident Donald Trump hat dem pensionierten Generalleutnant Michael Flynn das Amt des Nationalen Sicherheitsberaters angeboten - ein Posten, der ihm großen Einfluss ĂŒber das Pentagon, die CIA und das State Department gibt.

Flynn kritisierte Obamas Kampf gegen den IS heftig

Dies teilte ein ranghoher Vertreter aus dem Team des designierten US-PrÀsidenten am Donnerstag mit. Ob Flynn die Offerte formal angenommen hat, wurde indes zunÀchst nicht gesagt.

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Flynn war frĂŒher Direktor des MilitĂ€rgeheimdiensts DIA. Im jĂŒngsten PrĂ€sidentschaftswahlkampf galt er als enger Berater Trumps, aktuell arbeitet Flynn mit dessen Übergangsteam in Fragen der Nationalen Sicherheit zusammen.

In seiner MilitÀrzeit machte sich Flynn als Geheimdienstler einen Ruf. 2014 ging er in Rente. Flynn gilt zudem seit langem als entschiedener Kritiker der Regierung des scheidenden PrÀsidenten Barack Obama und des Pentagons.

Anstoß nimmt er vor allem an deren Herangehensweise an internationale Krisen und den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat.

"Angst vor Muslimen ist rational"

Die Nachricht von seiner Ernennung wird Unruhe unter den Muslimen in den USA auslösen. Flynn hatte in der Vergangenheit den Islam als "politische Ideologie" bezeichnet und mit einem "KrebsgeschwĂŒr" verglichen. Im Februar twitterte er: "Angst vor Muslimen ist RATIONAL".

Flynns wohlwollende Haltung gegenĂŒber Russland wird von einigen US-Sicherheitsexperten mit Sorge gesehen. Er hat Washington zu einer engeren Zusammenarbeit mit Moskau aufgerufen, womit er sich an Ă€hnliche Äußerungen Trumps anlehnt.

Im vergangenen Jahr reiste Flynn nach Moskau, wo er mit Kremlchef Wladimir Putin und anderen russischen Regierungsvertretern an einer Feier fĂŒr den TV-Sender RT teilnahm.

SpĂ€ter erklĂ€rte Flynn, er sei fĂŒr den Besuch des Events bezahlt worden. VorwĂŒrfe, er fördere russische Propagandaaktionen, wies er zurĂŒck.

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(ca)