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Beitrag in der "Wirtschaftswoche": Obama und Merkel warnen vor Abschottung

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MERKEL OBAMA
US-Präsident Barack Obama und Kanzlerin Angela Merkel plädieren für eine engere Zusammenarbeit von Deutschland und USA | Michael Kappeler/dpa
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  • In einem Beitrag für die "Wirtschaftswoche" werben Merkel und Obama für das Freihandelsabkommen TTIP
  • Zudem plädieren sie für eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der USA
  • Der Beitrag wird als Botschaft an den künftigen US-Präsidenten und Donald Trump gewertet

Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama plädieren in einer gemeinsamen Erklärung für einen weltweiten Freihandel, den Klimaschutz und eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Deutschlands und USA.

Der Doppelbeitrag, der in der nächsten Ausgabe der "Wirtschaftswoche" am Freitag veröffentlicht wird, ist dabei auch als deutliche Botschaft an den künftigen US-Präsidenten Donald Trump zu verstehen.

Trump gilt als Gegner des freien Welthandels und will Klimaschutzvorgaben für die US-Industrie streichen. Deutsche und Amerikaner müssten die Chance ergreifen, "die Globalisierung nach unseren Werten und Vorstellungen zu gestalten", schrieben die Kanzlerin und der noch amtierende Präsident.

Kanzlerin und US-Präsident plädieren für TTIP

"Eine Rückkehr in eine Welt vor der Globalisierung wird es nicht geben", heißt es in der gemeinsamen Erklärung. "Wir sind unseren Unternehmen und unseren Bürgern – ja der gesamten Weltgemeinschaft – verpflichtet, unsere Zusammenarbeit zu verbreitern und zu vertiefen", fordern die Kanzlerin und der US-Präsident.

Beide plädieren vehement für das Handelsabkommen TTIP: "Aus der gemeinsamen Überzeugung, dass Handel und Investitionen Lebensstandards anheben, setzen wir uns für das wichtige Projekt der Gründung einer Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft ein. Es steht außer Frage, dass sowohl deutsche als auch amerikanische Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Verbraucher und Landwirte von TTIP profitieren würden."

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Globale Märkte und Produktionsketten seien immer mehr miteinander verflochten: "Wir erleben, dass Entscheidungen in einem Land sehr greifbare Auswirkungen in anderen Ländern haben. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, brauchen wir Regeln, wie sie derzeit in TTIP verhandelt werden."

Kanzlerin und US-Präsident fordern breitere Zusammenarbeit

Demokratie, Recht und Freiheit seien die Basis für Kreativität und Innovation und trieben die wirtschaftliche Entwicklung an. "Und unsere beiden Länder bekennen sich dazu, dass die Soziale Marktwirtschaft auch die Verantwortung für soziale Sicherheit, Aufstiegschancen und qualitative Bildung für alle umfasst", heißt es weiter in dem Papier, das die "WirtschaftsWoche" in Auszügen breits online veröffentlicht hat.

Die Bundeskanzlerin und der US-Präsident betonen die aktuelle Bedeutung einer starken Zusammenarbeit der beiden Länder: "Wir sind stärker, wenn wir zusammenarbeiten. Jetzt, da die Weltwirtschaft sich schneller denn je entwickelt und die globalen Herausforderungen so groß wie nie sind, ist diese Zusammenarbeit wichtiger als jemals zuvor. Deutschland und die USA setzen sich an führender Stelle für weltweite Zusammenarbeit ein, unter anderem im Rahmen unserer Arbeit im Kreis der G20, deren Präsidentschaft Deutschland im Dezember übernehmen wird", schreiben Merkel und Obama.

Merkel und Obama verteidigen Klimaschutz-Ziele

Merkel und Obama verteidigen zudem die Klimaschutz-Ziele: "Die Partnerschaft zwischen den USA und Deutschland hat außerdem eine zentrale Rolle dabei gespielt, das Pariser Klimaschutzabkommen zu erreichen. Es gibt der Welt den Rahmen für den gemeinsamen Schutz unseres Planeten", heißt es in dem Merkel/Obama-Papier.

Mit Material von dpa

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