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J.K. Rowlings zauberhafte Welt: Neun Fakten über die Harry-Potter-Schöpferin

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J. K. Rowling bei der Europa-Premiere von

J.K. Rowling (51) hat mit ihrer Welt der Hexen und Zauberer ein fantastisches Universum geschaffen, das schon mit der "Star Wars"-Saga von George Lucas gleichgesetzt wurde. Nach sieben "Harry Potter"-Romanen und einem Theaterstück inklusive veröffentlichtem Textbuch, das eine achte Geschichte aus dem Leben des erwachsenen Harry Potter und seinem Sohn erzählt, hat sich Rowling in ein neues Abenteuer gestürzt: Sie ist unter die Drehbuchautoren gegangen. Am heutigen Donnerstag läuft der erste Teil der fünfteiligen Filmreihe "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" an. Etwa 70 Jahre vor "Harry Potter" treibt eine dunkle Macht in New York ihr Unwesen - was hat der britische Zauberer Newt Scamander, der gerade mit einem Koffer voller magischer Kreaturen in die USA gekommen ist, damit zu tun?

Geldmaschine Harry Potter

Einen Trailer zu "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" sehen Sie auf Clipfish

Das erfolgreiche Potter-Theaterstück in London, das Script zu "Harry Potter und das verwunschene Kind", das natürlich zum Bestseller wurde, sowie der neue Film dürften das Vermögen von Rowling noch einmal enorm anwachsen lassen. Die "Harry Potter"-Bücher hatten die Britin zwischenzeitlich angeblich zur Milliardärin gemacht. Rowling selbst dementierte diese "Forbes"-Schätzung von 2004 später. Bei ihrem Vermögen soll dennoch nicht mal Königin Elisabeth II. mithalten können. Sorgen muss sich die Schriftstellerin, die auch sehr viel Geld für wohltätige Zwecke spendet, jedenfalls nicht machen: Allein zwischen Juni 2015 und Juni 2016 verdiente sie laut "Forbes" geschätzt 19 Millionen Dollar. "Das verwunschene Kind" und "Phantastische Tierwesen" werden in den nächsten Monaten die Kasse noch mal ordentlich klingeln lassen... Vielleicht taucht sie also bald wieder in der "Forbes"-Milliardärs-Liste auf.

Raus aus den schwierigen Zeiten

Fast schon selbst eine märchenhafte Geschichte: Von der alleinerziehenden Mutter, die auf Sozialhilfe angewiesen war, zur Multimillionärin - dafür benötigte Rowling nur fünf Jahre. Schon vor der schwierigen Zeit nach der Trennung (1993) von ihrem ersten Mann, dem portugiesischen Journalisten Jorge Arantes, hatte sie es aber nicht immer leicht im Leben. Rowling wuchs in der Nähe von Bristol auf, ihre Mutter litt an Multipler Sklerose, zu ihrem Vater soll sie ein angespanntes Verhältnis gehabt haben. Bei Rowling wurden später Depressionen diagnostiziert - die hat sie in den "Harry Potter"-Büchern verarbeitet, die Dementoren stehen für die psychische Erkrankung.

Der Anfang von "Harry Potter"

In einem verspäteten Zug von Manchester nach London schrieb Rowling 1990 der Legende nach die ersten "Potter"-Ideen auf einer Serviette nieder. Ihr erstes Buch, "Harry Potter und der Stein der Weisen", verfasste sie auf einer Schreibmaschine. Eine Erstausgabe davon ist laut "AbeBooks" inzwischen bis zu 34.000 Euro wert. "Der Stein der Weisen" gilt heute als eines der fünf meistverkauften Bücher der Welt. Oft schrieb Rowling anfangs in Cafés in Edinburgh, wohin es sie nach ihrer Rückkehr aus Portugal verschlagen hatte, ihre kleine Tochter Jessica war mit dabei. Benannt ist das erste Kind der Schriftstellerin nach Jessica Mitford (1917-1996), einer britisch-amerikanischen Schriftstellerin.

Ruhestand unmöglich

Obwohl sie inzwischen enorm reich ist, will Rowling weiter schreiben. Mit dem Theaterstück zur achten "Harry Potter"-Geschichte und der neuen Filmreihe um Newt Scamander hat sie auch gerade bewiesen, dass sie noch immer erfolgreich ist. Zudem will sie nicht aufhören zu arbeiten, um ein gutes Vorbild für ihre Kinder zu sein, heißt es über die Autorin weiter. Mit ihrem zweiten Mann, dem Arzt Neil Murray (45), hat sie zwei weitere Kinder bekommen. Die Familie lebt in Schottland. Die älteste Tochter Jessica ist inzwischen 23, Mackenzie Murray 11 Jahre alt und David Murray 13.

Ihre Krimis

Unter dem Pseudonym Robert Galbraith verfasst Rowling auch die inzwischen sehr erfolgreichen Krimis um Cormoran Strike. Die Bücher über die Fälle des Privatdetektivs, der zusammen mit seiner Assistentin Robin ermittelt, werden im Moment für BBC und HBO verfilmt. Der vierte Teil der Buchreihe könnte im kommenden Jahr erscheinen. Bisher gibt es aus der Reihe: "Der Ruf des Kuckucks" (2013), "Der Seidenspinner" (2014) und "Die Ernte des Bösen" (2015).

Der Preis des Ruhms

Als sie 2001 ihren zweiten Mann heiraten wollte, ging Rowling verkleidet zum Brautkleid-Shopping, verriet sie später. Sie wollte auf keinen Fall erkannt werden. Damals war der Hype um ihre "Potter"-Bücher gerade in vollem Gange: Nachdem 1997 der erste Band erschienen war und 1998 dann "Die Kammer des Schreckens", kam mit dem dritten ("Harry Potter und der Gefangene von Askaban") und vierten Teil ("Harry Potter und der Feuerkelch") der große Ruhm. Der im Jahr 2000 verlegte vierte Band erschien in Rekord-Erstauflagen von einer Million in Großbritannien und 3,8 Millionen in den USA.

So kam es zu J.K.

J. K. Rowling und Robert Galbraith sind die Namen, unter denen die Autorin schreibt. Eigentlich heißt sie Joanne Rowling. Das "J.K." war angeblich die Idee des Verlags, der keinen weiblichen Namen auf dem Cover der Zauberer-Bücher haben wollte, um Jungs nicht vom Kauf abzuhalten. Das "K" stammt vom Vornamen von Rowlings Großmutter Kathleen.

Harter Start

Zwölf Verlage sollen das erste Manuskript von "Harry Potter" abgelehnt haben, Bloomsbury gab Rowling schließlich eine Chance, ohne zu wissen, dass damit eine Mega-Bestseller-Reihe ihren Anfang nahm. Geschätzt um die 500 Millionen Exemplare sind verkauft worden. Damit sind die "Harry Potter"-Bücher die erfolgreichste Buch-Reihe der Welt.

Sie gibt viel zurück

Rowling wirbt häufig mit Spendenaufrufen für Kindergesundheitsorganisationen, insbesondere die von ihr ins Leben gerufene Organisation Lumos. Sie stiftete zudem mehrfach große Summen zur Erforschung und Heilung von Multiple Sklerose, ihre Mutter starb 1990 im Alter von 45 Jahren an der Krankheit.