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Familie schimpft im Restaurant über Homosexuelle - dann bekommt sie die Rechnung präsentiert

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Familie schimpft im Restaurant auf Homosexuelle - dann bekommen sie die Rechnung präsentiert | Huffington Post/Facebook
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Eine Frau aus Texas hat einer religiösen Familie die Überraschung ihres Lebens beschert. Sie hörte in einem Restaurant, wie die Familie über den Wahlausgang in den USA diskutierte und dabei homophobe Äußerungen von sich gab.

Natalie Woods aus Denton, im US-Bundesstaat Texas, sagte der Huffington Post USA, dass sie im Snuffer’s Restaurant in Addison am 11. November zu Abend aß, als die zufällig die Diskussion einer Familie mitbekam.

Dabei sollen sich mehrere Familienmitglieder darüber aufgeregt haben, wie "ekelhaft“ es sei, dass deren "liberaler“ Cousin sich jetzt als homosexuell geoutet habe.

Ein Familienmitglied soll den anderen gesagt haben, dass es dafür "betet“, dass Jesus den Neffen "heilt“.

Anstatt die Familie zu konfrontieren, bezahlte die Frau für deren Abendessen

Also beschloss Woods das zu tun, was "sie von Jesus erwarten würde.“

Anstatt die Familie zu konfrontieren, wollte sie ihr "Liebe zeigen“. Inspiriert von Michelle Obamas Spruch "Wenn sie sich tief herunterlassen, dann strecken wir uns nach oben“, den sie bei der 2016 bei der Versammlung der Demokraten gesagt hatte, zahlte Woods für deren Abendessen.

Auf der Rechnung hinterließ sie eine Nachricht: "Alles Gute von jener sehr homosexuellen und sehr liberalen Frau, die neben euch gesessen hat. Jesus hat mich so gemacht.“ Unten fügte sie hinzu: "P.S. akzeptiert eure Familie wie sie ist“.

Woods verließ das Restaurant, bevor die Familie am anderen Tisch überhaupt bemerkte, dass jemand die Rechnung für sie bezahlt hat.

Sie teilte ein Foto der Rechnung auf Facebook – und bekam für ihre Aktion viel Zustimmung von anderen Nutzern. "Die Welt wird von solchen leidenschaftlichen und liebevollen Taten ein besserer Ort. Danke“, kommentierte ein User.

Ein anderer schrieb: "Ich mache mir auch oft Sorgen über die vielen schrecklichen Nachrichten aus Texas. Deshalb sind Menschen wie du wichtig.“

Woods, die für die Organisation Human Rights Campaign arbeitet, sagte der Huffington Post, dass der Kampf für die Rechte der LGBTQ-Community trotz aller Fortschritte der letzten Jahre noch nicht zu Ende sei. Vorfälle wie dieser erinnerten sie daran.

"Es ist an der Zeit, dass ich und andere Menschen in diesem Land uns gegenseitig verteidigen, für Menschen von anderen Religionen und anderen Ethnien einstehen“, sagte sie.

"Manchmal beginnt alles mit einer kleinen liebevollen Geste, manchmal mit einem Protest auf der Straße, manchmal mit Wählen, Engagieren, oder mit einem kleinen Amt auf Lokalebene“. Sie hofft, dass ihre Geschichte andere dazu inspiriert, "Botschaften der Liebe“ in die Welt zu tragen.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Valentina Resetarits übersetzt und bearbeitet.

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(ca)