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Russland zieht Unterschrift unter Statut des Internationalen Strafgerichtshofs zurück

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Wladimir Putin | Sergei Karpukhin / Reuters
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Russland hat seine Unterschrift unter die Statuten des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) zurückgezogen. Das melden verschiedene Nachrichtenagenturen.

Präsident Wladimir Putin ordnete am Mittwoch an, den UN-Generalsekretär davon in Kenntnis zu setzen.

Die offizielle Begründung

Offiziell begründete das Außenministerium in Moskau den Rückzug mit den Vorermittlungen des Gerichtshofs zum russisch-georgischen Krieg um Südossetien 2008, wie die Agentur Interfax meldete.

ICC hatte Russlands Rolle in der Ukraine kritisiert

Allerdings drängt sich der Verdacht auf, dass noch eine andere Sache die Entscheidung ausgelöst hat: Am Montag hatte die ICC-Chefanklägerin erklärt, die russische Besetzung der Halbinsel Krim und die Kämpfe in der Ostukraine seit 2014 deuteten auf einen bewaffneten internationalen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hin. Trotz vieler Hinweise auf die Präsenz russischer Soldaten dementiert Moskau aber ein militärisches Eingreifen in der Ostukraine.

Der Gerichtshof mit Sitz in Den Haag in den Niederlanden war 1998 durch das sogenannte Römische Statut gegründet worden, er richtet über Fälle von Völkermord und Kriegsverbrechen. Russland hatte im Jahr 2000 mitunterzeichnet, das Parlament in Moskau hat das Statut aber nie ratifiziert.

Auch die USA und Israel hatten zunächst unterzeichnet, die Unterschrift aber wieder zurückgezogen, weil sie Anklagen gegen ihre Soldaten befürchten. Im Oktober erklärten die afrikanischen Staaten Südafrika, Burundi und Gambia ihren Austritt. Die 124 Vertragsstaaten befassen sich von diesem Mittwoch an bei ihrer Konferenz in Den Haag mit ihrer bisher größten Krise.

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