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"Phantastische Tierwesen": So düster ist J.K. Rowlings neue Zauberwelt

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Graves (links, Colin Farrell) und Newt (Eddie Redmayne) werden in

J.K. Rowling hat mit ihren "Harry Potter"-Büchern ein magisches Universum geschaffen, das Millionen Leser in seinen Bann gezogen hat. Hogwarts ist für viele Fans der Romane zum zweiten Zuhause geworden. Auch dank der Filmreihe rund um Harry Potter und seinen Freunden Ron und Hermine. Jetzt meldet sich Rowling zurück, sie hat das Drehbuch geschrieben zum Auftakt einer fünfteiligen neuen Filmreihe - und wagt sich damit auf ungewohntes Terrain. Es ist nicht nur ihr Debüt als Drehbuchautorin - zu "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" gibt es keine Buchvorlagen. Auch wenn ein Hogwarts-Schulbuch existiert, das die Grundlage für den ersten Streifen bildet.

Darum geht's in "Phantastische Tierwesen"

Einen Trailer zu "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" sehen Sie auf Clipfish

Allerdings hat sich Rowling für ihr neues Projekt eine schlagkräftige Mannschaft an Bord geholt: Regie führte David Yates, der schon vier "Harry Potter"-Filme inszenierte. Und mit Eddie Redmayne fand man für die Hauptrolle einen Oscar-Preisträger. Er spielt Newt Scamander, einen britischen Zauberer, der um die Welt reist, um magische Kreaturen zu erforschen. Und zu retten. Einige von ihnen führt er deshalb in einem Koffer mit sich. Sein Weg führt Newt 1926 nach New York. Doch schon bevor er dort für Chaos sorgt, passieren in der Stadt unheimliche Dinge - die auch den No-Maj, wie die Amerikaner Menschen ohne magische Fähigkeiten nennen, nicht entgehen. Die ansonsten bestens abgeschirmte magische Gemeinschaft der USA fürchtet um ihre Existenz.

In dieses aufgeheizte Klima kommt nun Newt, ein liebenswerter, aber introvertierter Mann, der mit seinen magischen Kreaturen besser auskommt als mit Menschen. Und der tollpatschig genug ist, um diese versehentlich auch noch einem No-Maj in die Hand zu drücken. Jacob (Dan Fogler) wird damit genauso in die Geschichte hineingezogen wie Tina (Katherine Waterston), eine Mitarbeiterin der US-Zaubereibehörde Magical Congress of the United States of America, kurz MACUSA. Die Vierte im Bunde ist Tinas Schwester Queenie (Alison Sudol), die ein Auge auf Jacob geworfen hat und sich auch deshalb mit auf die Suche nach den phantastischen Tierwesen macht, die Jacob versehentlich freigelassen hat.

Dabei wird die ungleiche Truppe aber auch selbst zur Zielscheibe. Newts entflohene Kreaturen werden für ein grausiges Verbrechen verantwortlich gemacht. Percival Graves (Colin Farrell), der rätselhafte Direktor für magische Sicherheit im MACUSA, jagt nicht nur Newt und seinen Freunden hinterher. Gleichzeitig benutzt er auch noch den jungen Credence (Ezra Miller), der zu einer Anti-Zauberer-Gruppe gehört. Er soll ihm den Schlüssel liefern zu einer dunklen magischen Kraft...

So ist der Film

In erster Linie ist "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" sehr düster. In New York treibt nicht nur ein dunkles Wesen sein Unwesen, der Konflikt zwischen No-Maj auf der einen, und Zauberer und Hexen auf der anderen Seite wird immer größer. Menschen sterben, Todesstrafen werden verhängt - für jüngere Kinder ist dieser Fantasy-Streifen daher nicht geeignet. Aber es gibt auch freundliche Momente: Immer dann, wenn Newt in seinen magischen Koffer steigt und sich um seine außergewöhnlichen Geschöpfe kümmert. Oder diese sich in New York amüsieren...

Für Fantasy-Fans bietet der Streifen über zwei Stunden beste Unterhaltung. Für Spannung, Action und außergewöhnliche Bilder ist gesorgt. Und das funktioniert auch ganz ohne Vorwissen aus der "Harry Potter"-Welt. Für alle Potterheads - "Phantastische Tierwesen" spielt etwa 70 Jahre vor der Geschichte um Harry Potter - gibt es aber einige Anspielungen: Schon in einem der Trailer wurde verraten, dass Newt in Hogwarts Ärger hatte und dass sich niemand Geringerer als Albus Dumbledore damals für ihn eingesetzt hat. Der soll im zweiten Teil dann auch selbst in die Geschehnisse eingreifen. Diejenigen, die sich nicht spoilern lassen, erleben zudem am Schluss noch eine dicke Überraschung, sowohl was den Schauspieler, als auch seine Rolle angeht. Denn eines ist nach diesem Film klar: Er ist nur der Auftakt zu etwas ganz Großem.