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Wie die Pessimisten in deinem Umfeld dein Leben verkürzen

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Die negativen Menschen in deinem Umfeld verkürzen deine Lebensdauer. | martin-dm via Getty Images
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Wer sich einreden will, dass der Untergang der Welt naht, muss nicht zwingend die Nachrichten lesen.

Oft reicht es schon, mit dem pessimistischen Nachbarn zu sprechen, der festgestellt hat, dass der Wind zu kalt, aber die Sonne zu warm und der Traumjob zu hart ist - und dass das Leben allgemein schlecht, die Politik böse und die Menschheit verdorben ist.

Menschen neigen dazu, negative Gedanken zu haben

Aber warum regen wir uns eigentlich auf? Früher oder später werden wir eh alle sterben.

Wenn wir so denken, dann tritt diese Vorhersage wohl eher früher ein. Denn die negativen Menschen in deinem Umfeld verkürzen deine Lebensdauer.

Studien zeigen: Von etwa 60.000 Gedanken, die wir am Tag haben, sind nur drei Prozent positiv. Da ist es eigentlich kein Wunder, dass die meisten Menschen eher dazu neigen, negativen Gedanken nachzuhängen.

First World Problems gehören dazu

Mittlerweile scheint es schon fast zum guten Ton zu gehören, angemessen schlecht gelaunt zu sein und sich über seine kleinen Probleme, sogenannte First World Problems, auszulassen. Ein bisschen Gejammer hier und da ist sicher auch normal. Gefährlich wird es dann, wenn die Menschen im eigenen Umfeld chronisch schlecht gelaunt sind.

Das Sprichwort "Wir werden so wie die Leute, mit denen wir die meiste Zeit verbringen" scheint wahr zu sein. Die Psychologin Elaine Hatfield fand innerhalb einer Studie an der University of Hawaii heraus: Nach und nach übernehmen wir den Tonfall, die Körperhaltungen und sogar die Gesichtsausdrücke der Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen.

Wie eine ansteckende Krankheit übertragen negative Menschen also ihre schlechte Laune auf ihr Umfeld. Das bleibt nicht ohne Folgen, wie auch der "Business Insider" berichtete.

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Pessimismus ist übertragbar

Das größte Problem ist, dass wir die mentale Einstellung der Menschen in unserem Umfeld übernehmen. Wenn die Leute um uns herum unentwegt negativ denken, werden wir wahrscheinlich früher oder später auch negativ denken.

Das ist aber noch nicht alles. Neurowissenschaftler glauben: Negative Menschen schaden unserer Gesundheit.

Wenn wir uns in der Gesellschaft negativer Menschen befinden, könnte das Stress in uns auslösen. Bei Stress beginnt das Herz schneller zu schlagen, während die Aufmerksamkeitsspanne sinkt. Eine wissenschaftliche Untersuchung hat sogar ergeben: Wer gestresst ist, ist schlechter darin, Probleme zu lösen.

Verschiedene Studien haben zudem bewiesen, dass ständiger Stress unser Leben verkürzt, somit können negative Menschen nicht nur unsere eigene Laune verschlechtern, sondern sogar unser Leben verkürzen.

Es gibt eine Lösung: Gute Laune verbreiten

Wie so oft kann man dem Negativen auch hier etwas Positives abgewinnen. Denn die gute Nachricht lautet: Auch gute Laune ist ansteckend. Britische Forscher von der University of Warwick haben herausgefunden, dass das Depressionsrisiko sinkt, wenn man von psychisch gesunden Freunden umgeben ist.

Da es kaum möglich ist, alle negativen Menschen aus seinem Umfeld zu verbannen, bleibt also diese Möglichkeit: Gute Laune verbreiten, anstatt sich von schlechter anstecken zu lassen.

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(lm)