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Michelle Dockery mal ganz anders: In "Good Behavior" spielt sie eine sexy Lügnerin

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Michelle Dockery alias Letty in

Als Lady Mary spielte sich Michelle Dockery (34) in die Herzen der "Downton Abbey"-Fans. Ab 16. November hat sie mit "Good Behavior" (mittwochs, 21:45 Uhr, TNT Serie) eine neue Serie am Start. Doch ist ihre Figur Letty Dobesh wirklich so brav wie es scheint oder ist sie mit allen Wassern gewaschen? Sie gerät jedenfalls in die Fänge von Profikiller Javier (Juan Diego Botto), was für reichlich Wirbel sorgt. Im Interview mit spot on news verrät Michelle Dockery, worum es in der Serie geht und was Britney Spears damit zu tun hat.

"Good Behavior" ist sehr düster und sexy. Haben Sie absichtlich einen Kontrast zu "Downton Abbey" gesucht?

Alle Staffeln von "Downton Abbey" mit Michelle Dockery können Sie hier ansehen

Michelle Dockery: Ich habe nicht bewusst danach gesucht, nein. Aber als ich das Drehbuch gelesen habe, wusste ich, dass ich die Rolle spielen wollte. Auch wenn Letty und Mary auf den ersten Blick sehr unterschiedlich wirken und Welten und Jahrhunderte zwischen ihnen liegen, verbindet sie einiges. Sie sind starke Frauen, die eine klare Meinung vertreten.

Was hat Sie an Letty fasziniert?

Michelle Dockery: Letty hat einen Hang dazu, sich in Schwierigkeiten zu begeben. Sie geht fast etwas rücksichtslos damit um und genießt das auch. Allerdings versucht sie stets, das Richtige für ihre Familie und ihren Sohn zu tun. In der Serie geht es um das Verhalten von Menschen. Es wird gezeigt, was gutes und schlechtes Benehmen ist. Was macht einen Menschen gut oder böse? Das hat mich fasziniert.

Liefert die Serie eine Antwort darauf? Wann ein Mensch gut oder böse ist?

Michelle Dockery: Ich denke, die Serie ist sehr ehrlich, wenn es darum geht, Menschen darzustellen. Es ist immer ein bisschen von beidem zu sehen, gut und böse. Javier zum Beispiel ist zwar ein Killer, aber gleichzeitig ein Gentleman. Letty wiederum versucht, für ihren Sohn alles richtig zu machen, aber man hat Freude daran, ihr dabei zuzusehen, wie sie sich schlecht benimmt. Mit diesem Gegensatz spielt die Serie.

Letty versucht zwar, sich zu rehabilitieren, lügt aber wie gedruckt. Wie passt das dazu?

Michelle Dockery: Das Lügen ist eines ihrer großen Talente. Sie versucht, dem Alkohol und den Drogen aus dem Weg zu gehen. Mit dem Lügen und dem Verkleiden ersetzt sie quasi das High-sein. Das ist zudem das Herzstück der Serie. Es geht darum, wie Letty durchs Leben navigiert und überlebt. Sie ist dann jedes Mal jemand anderes, eine Figur in der Figur und das habe ich sehr genossen.

Letty experimentiert mit etlichen Perücken. Haben Sie einen Favoriten?

Michelle Dockery: Ich liebe die lange blonde Perücke. Wir haben ihr den Namen Britney [Spears, Anmerk. d. Red.] gegeben. Ich war noch nie blond, da ich dunkle Augenbrauen habe, das hat Spaß gemacht. Uns war es aber wichtig, dass man auch unter der Perücke Letty immer noch erkennt, dass ihr Charakter noch durchscheint.

Wie würden Sie Lettys Stil beschreiben?

Michelle Dockery: Letty nimmt, was sie kriegen kann. Aber sie hat definitiv Style. Sie kennt die Designer, sie weiß, wie sie sich zu kleiden hat. Sie hat Spaß daran, hat aber auch stets im Hinterkopf, wie sie die Kleider teuer wieder loswerden kann.

Haben Sie auch Spaß daran, sich zu verkleiden?

Michelle Dockery: Auf jeden Fall, das liebe ich an meinem Job, die Kostüme. Aber auch für Auftritte auf dem roten Teppich ist es in meiner Branche eine Art verkleiden. Das bin dann zwar ich, aber irgendwie auch wieder nicht. Das macht großen Spaß. Ich liebe Mode und interessiere mich dafür. Ich genieße es sehr, mich aufzubrezeln - wie die meisten Frauen wohl auch.