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Hofreiter macht deutsche Agrarpolitik für Flüchtlingskrise mitverantwortlich

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Hofreiter macht deutsche Agrarpolitik für Flüchtlingskrise mitverantwortlich | Tobias Schwarz / Reuters
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  • Grünen-Politiker Hofreiter sieht in Deutschlands Agrarpolitik einen der Gründe für die Flüchtlingskrise
  • Sie beraube Bauern in Afrika ihrer Perspektiven

Anton Hofreiter, Fraktionschef der Grünen im Bundestag, sagte der "Süddeutschen Zeitung", die Agrarpolitik von EU-Kommission und Bundesregierung folge dem Motto "Immer mehr, immer billiger". Das System produziere zu viele Verlierer, sei ein Teufelskreis.

Schutz für Tiere, Umwelt und Menschen

"In Deutschland sterben massenhaft Höfe, vor allem kleine, weil sie dem Kostendruck nicht standhalten." Um zu überleben, versuche die Branche, mehr zu exportieren, vergrößere Ställe und Produktionsanlagen. Das System verursache nicht nur Umweltprobleme und Leid bei Tieren. Es treffe Kleinbauern hier und in Entwicklungsländern hart. Die Perspektivlosigkeit wiederum treibe Bauern in Afrika in die Flucht.

Hofreiter forderte von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU), schnell Anreize für mehr Qualität zu setzen. Unter anderem wünscht er sich einen besseren gesetzlichen Tierschutz und eine Kennzeichnungspflicht für Fleisch.

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(mf)