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"Motherhood: Unfiltered": Diese ungeschönten Fotos zeigen, wie es wirklich ist, Mutter zu sein

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Die Fotografin und Mutter Eran Sudds will mit ihren Bildern die echte unverstellte Schönheit des Elternseins einfangen. Mit ihrer Fotoreihe “Motherhood: Unfiltered” ist ihr genau das gelungen.

Sudds Serie zeigt zwölf Mütter in alltäglichen Momenten mit ihren Kindern - sei es das Chaos in der Küche, gemeinsames Kuscheln vor dem Zu-Bett-Gehen oder Spielen auf dem Wohnzimmerboden.

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“Wir versuchen so oft, einen Moment einzufangen, von dem wir glauben, dass er ‘perfekt auf dem Foto aussehen wird’ - alle hübsch angezogen, mit ordentlichen Haaren und Makeup, auf einer sonnigen Wiese, in die Kamera lächelnd”, sagte Sudds der Huffington Post.

“Diese Fotos sind wundervoll, aber sind sie wirklich echt? Stehen sie für das Leben, das wir führen? Ich wollte zeigen, wie schön das alltägliche Leben als Mutter ist.”

Die Fotografin startete einen Aufruf in ihrem Bekanntenkreis in Vancouver und auf "The Good Mother Project", einer Onlineplattform für Mütter, die sie 2015 ins Leben rief. Die Interessentinnen ließ sie ihre Geschichten erzählen und erklären, warum sie Teil des Projekts werden wollten.

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Ungefähr 80 Mütter meldeten sich. Aus ihnen wählte Sudden zwölf aus, deren Geschichten ihr am besten gefielen.

“Ich bat die Mütter, am Tag des Foto-Shootings nichts Besonderes mit ihren Haaren oder ihrem Makeup zu machen und die Kleidung zu tragen, die sie immer tragen”, sagte Sudd.

“Sie sollten nicht extra ihre Wohnung aufräumen, sondern sie einfach so lassen, wie sie an einem ganz normalen Tag in der Woche aussieht - was einem zugegebenermaßen sicherlich nicht leicht fällt, wenn eine komplett Fremde zu einem nach Hause kommt.”

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“Aber sie ließen sich alle bereitwillig darauf ein und ich bin unglaublich dankbar, dass sie mir auf diese Weise einen Einblick in ihr Leben gewährten.”

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Es sei ihr wichtig, die “ungeschönte” Seite des Elternseins zu zeigen, denn die meisten Menschen könnten gar nicht wertschätzen, wie wundervoll sie wirklich ist.

“An manchen Tagen ist es chaotisch, aufreibend, frustrierend. Aber all das kann auch ganz großartig sein”, sagte Sudd. “Wir versuchen so angestrengt, dieses ‘perfekte Bild’ einer Mutter darzustellen - indem wir bearbeitete, perfektionierte, mit Filter überdeckte Fotos auf Social Media posten." Bilder, die uns oft erst beim 15. Versuch gelängen, so Sudd.

"Ich wollte zeigen, wie das tägliche Leben einer Mutter aussieht, hinter dieser Maske der Perfektion - und dass wir alle uns so ähnlich sind, auch wenn unsere Geschichten sich unterscheiden.”

Sie fügte hinzu: “Wir alle haben Tage, an denen wir kein Makeup tragen und keine Zeit zum Duschen haben. Wir alle weisen unsere Kinder zurecht. Wir alle füttern unsere Kinder. Wir alle kuscheln mit unseren Kindern. Wir alle spielen mit ihnen auf dem Boden. Wir sitzen alle im selben Boot. Und ich bin sicher: All unsere Erfahrungen sind einzigartig schön.”

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Die Fotografin hofft, dass sich andere Eltern in ihren Bildern wiedererkennen und merken, dass es völlig in Ordnung ist, etwas über ihr eigenes unperfektes Leben preiszugeben.

“Ich wünsche mir, dass sie sehen, wie großartig sie als Eltern sind und wie ihre Kinder sie sehen, zu ihnen aufschauen und sie bewundern”, sagte sie. “Wir brauchen all diese Filter und das Makeup und die Perfektion nicht - Mutter zu sein ist auch so wunderschön.”

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Auf der Website der Fotografin findet ihr noch mehr “ungefilterte” Einblicke ins Eltern-Dasein.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Huffington Post USA und wurde von Lea Kosch aus dem Englischen übersetzt.

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(ame)