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200-Tage-Plan bekannt geworden: Diese 5 radikalen Schritte will Trump in der Handelspolitik verfolgen

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TRUMP
Laut einem internen Memo will die Präsidentschaft Trump Nafta den Kampf ansagen | dpa
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  • Der künftige Präsident der USA, Donald Trump, plant wohl, neue Handelsabkommen zu verhandeln
  • Das soll aus einem internen Memo von Trumps Übergangsteam hervorgehen, das dem Nachrichtensender CNN vorliegt
  • Demnach will Trump bis zum 200. Tag seiner Präsidentschaft entscheiden, ob die USA das Nordamerikanische Freihandelsabkommen cancelt

"We will make America great again" versprach Donald Trump während des Wahlkampfs. Wie seine Präsidentschaft in der Realität aussehen würde, das deutete der Republikaner damals nur an.

Ein internes Dokument, das dem amerikanischen Nachrichtensender "CNN" nun vorliegt, gewährt offenbar erstmals Einblicke in Trumps konkrete Pläne in Sachen Handelspolitik.

Das Memo, das von Trumps Übergangsteam stammen soll, könnte als grober Fahrplan für die ersten 200 Tage der Trump-Präsidentschaft dienen, schreibt der Nachrichtensender.

Das plant die Regierung Trump in den ersten 200 Tagen

Laut des Papiers will die Regierung Trump bereits an Tag eins seiner Präsidentschaft dazu übergehen, "Jahrzehnte ausgleichender Handelspolitik rückgängig zu machen". Trumps Team plant demnach vor allem neue Handelsabkommen, die "zuerst den Interessen der US-amerikanischen Arbeiter und Firmen" dienen sollen.

Dabei will sich die Trump-Regierung laut des Dokuments in den ersten 200 Tagen der Trump-Präsidentschaft auf fünf Punkte konzentrieren:

Punkt 1: Zunächst soll das Nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta zurückgenommen oder verhandelt werden.

Laut dem Dokument will Trump bereits an seinem ersten Tag im Weißen Haus eine Studie in Auftrag geben, die klären soll, wie sich ein Rückzug aus Nafta für die USA auswirken würde.

Gleichzeitig soll der US-Handelsbeauftragte Mexiko und Kanada darüber informieren, dass die USA das Abkommen ergänzen wollen, zum Beispiel in den Punkten Umwelt-und Sicherheitsstandards, sowie bei Maßnahmen gegen Währungsmanipulationen.

Team Trump sagt Nafta den Kampf an

Punkt 2: Trump will transpazifische Partnerschaften - unter anderem mit Japan und Kanada - stoppen.

Deutlich kryptischer sind die Punkte 3 und 4 des Papiers: Laut CNN plant Trumps Team "unfaire Importe" sowie "unfaire Handeslpraktiken" zu stoppen.

Punkt 5 sieht vor, statt multilateraler Verträge zukünftig nur noch bilaterale Handelsabkommen abzuschließen.

Laut dem Papier hat sich die Regierung Trump zudem bereits Deadlines gesetzt. Bis zum 100. Tag im Amt will Trump demnach prüfen lassen, ob China als "Währungsmanipulator" eingestuft werden kann.

Bis zum 200. Tag werde sich Trump zudem festlegen, ob das Nordamerikanische Freihandelsabkommen gecancelt werden solle, heißt es weiter.

Trump hatte das Nordamerikanische Freihandelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko bereits während seines Wahlkampfs als "den schlechtesten Deal aller Zeiten" bezeichnet. Der Vertrag habe Mexiko und Kanada vor allem Vorteile und den Vereinigten Staaten vor allem Nachteile gebracht, glaubt Trump.

Kanada will mit Trump über Handelsabkommen verhandeln

Nafta ist ein hochkomplexes Abkommen mit Auswirkungen auf viele Bereiche von Gesellschaft und Wirtschaft, der laut Experten einigen Branchen in den USA geschadet, anderen wiederum genutzt hat.

Der kanadische Regierungschef Justin Trudeau hatte dem zukünftigen US-Präsidenten bereits angeboten, das Nordamerikanische Freihandelsabkommen neu zu verhandeln.

"Wenn die Amerikaner über Nafta sprechen wollen, dann werde ich das gerne tun", sagte Trudeau wenige Tage nach Trumps Wahlsieg in Sydney. Es sei wichtig sicherzustellen, dass die Vorteile von Handelsabkommen erhalten blieben.

Mit Material der dpa

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