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Obama beruhigt Europäer: "Trump ist letzten Endes pragmatisch"

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OBAMA PRESS CONFERENCE
Barack Obama während der Pressekonferenz am Montag | Bloomberg via Getty Images
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  • Vor seiner Europareise gab US-Präsident Barack Obama eine Pressekonferenz
  • Dabei versuchte er, Ängste der Europäer vor seinem Nachfolger Donald Trump zu zerstreuen
  • Dem gab er einen guten Rat

US-Präsident Barack Obama hat vor seiner letzten Auslandsreise im Amt den Nato-Partnern in Europa Kontinuität in Aussicht gestellt.

Er sei zuversichtlich, dass es keine Abschwächung in den Binnenbeziehungen des Militärbündnisses gebe, sagte Obama am Montag in Washington. Sein designierter Amtsnachfolger Donald Trump habe im Gespräch großes Interesse am Erhalt der strategischen Kernbeziehungen geäußert.

Obama scheidet nach acht Amtsjahren am 20. Januar aus dem Amt. Er wird am 17. November zu seinem sechsten Deutschlandbesuch in Berlin erwartet. Zuvor reist er nach Athen. Trump hatte im Wahlkampf die Nato-Beziehungen mehrfach in Frage gestellt.

Obama sendet versöhnliche Botschaft aus

Im Weißen Haus blieb Obama bei seiner Linie, seinen Nachfolger auch nach einem extrem kontroversen Wahlkampf nicht hart anzugehen, sondern eine integrierende Botschaft auszusenden. Trumps vielfach kritisierte Entscheidung, den Nationalisten Stephen Bannon zum Chefstrategen im Weißen Haus zu machen, wollte Obama nicht kommentieren.

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Obama sagte zu seiner Begegnung mit Trump in der vergangenen Woche: "Wir hatten eine herzliche Unterhaltung. Das hat mich zu einem gewissen Grad überrascht, denn natürlich ist er jemand, der sehr gesellig ist, der die Dinge gerne aufmischt. (...) Ich glaube nicht, dass er ideologisch ist. Ich denke, letzten Endes ist er pragmatisch."

Allerdings wird sich Trump nach Ansicht von Obama ändern müssen, um ein guter US-Präsident zu sein. "Es gibt bestimmte Teile seines Naturells, die ihm nicht gut tun werden, solange er sie nicht anerkennt und korrigiert", sagte Obama im Weißen Haus.

"Dieses Amt hat eine Art, dich aufzuwecken", fügte er hinzu. "Die Realität hat eine Art, sich bemerkbar zu machen."

Obama bedauerte zudem, dass er das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo nicht auflösen konnte. "Es ist richtig, dass ich nicht in der Lage war, das verdammte Ding zu schließen", sagte er. Obama stellte in Aussicht, dass in seinen verbliebenen Wochen im Amt weitere Häftlinge entlassen werden könnten.

Trump wirkte von der Breite des Aufgabenspektrums überrascht

Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" wird Obama seinen Nachfolger wohl umfangreicher beraten als zunächst geplant. Das Blatt schreibt unter Berufung auf ungenannte Quellen im Weißen Haus, Obama habe beim Treffen mit Trump vergangenen Donnerstag erkannt, dass dieser mehr Orientierung brauche als gedacht.

Der künftige US-Präsident habe von der Breite des Aufgabenspektrums überrascht gewirkt. Gleiches habe für sein Team gegolten. Trump wird der einzige US-Präsident sein, der noch nie ein politisches Amt oder eine Funktion im Militär innehatte. Bis zur Amtsübernahme am 20. Januar sind es noch gut zehn Wochen.

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(bp)