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Als erster US-Bundesstaat: Kalifornien verbietet Plastiktüten

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TUETE
Plastiktüten wurden aus den meisten Lebensmittelgeschäften Kaliforniens verbannt. | Getty
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  • Kalifornien ist der erste US-Staat, der Plastiktüten verbietet
  • Ein entsprechendes Gesetz trat nun in Kraft
  • Damit dürfen Apotheken, Drogerien und die meisten Lebensmittelgeschäfte keine Wegwerf-Tüten mehr einsetzen

Seit dem 8. November sind Wegwerf-Tüten aus den meisten Lebensmittelgeschäften, größeren Apotheken, Drogerie-Märkten und Spirituosen-Geschäften im US-Bundesstaat Kalifornien verbannt. Restaurants und Kaufhäuser sind von der Regelung ausgenommen. Dafür sind Papiertaschen und dickere Plastiktüten erlaubt, solange diese mindestens zehn Cent pro Stück kosten.

In einem Referendum, das parallel zur US-Präsidentschaftswahl abgehalten wurde, entschieden sich 52 Prozent der Wähler für das Verbot. Bereits seit 2014 wurde ein entsprechendes Gesetz unterzeichnet. Die Industrie wollte es mit dem Referendum kippen, das Vorhaben scheiterte nun.

Maßnahme soll Kalifornien dazu bewegen eigene Taschen zu benutzen

Einige Städte setzten bereits im Juni ein Plastiktüten-Verbot durch – dazu gehörte auch Los Angeles.

Mit der Maßnahme sollen Kalifornier dazu bewegt werden im besten Fall ihre eigenen Einkaufstaschen mitzubringen. Mit dem Geld, das durch die zahlungspflichtigen Tüten eingenommen wird, sollen Projekte zum Umweltschutz unterstützt werden.

Umweltschützer feiern das Plastiktüten-Verbot. Sie haben die Hoffnung, dass die Umweltverschmutzung dadurch zurückgeht und Meerestiere sich beispielsweise nicht mehr in Plastikmüll verfangen und daran sterben.

Das neue Gesetz - Eine Gefahr für Arbeitsplätze?

Einige Unternehmen in Los Angeles kritisieren das Verbot jedoch scharf. Es gefährde die Arbeitsplätze der örtlichen Fabrikarbeiter, heißt es. Zudem behaupten sie, das Geld, das durch die kostenpflichtigen zehn Cent Papier- und Plastiktaschen eingenommen wird, werde nicht zu Umweltschutzzwecken eingesetzt.

"Wir sind gegen das Verbot und glauben, dass es bessere Alternativen gibt – zum Beispiel Recycling", so Bill Lindamood, der Marketingleiter eines Plastiktütenherstellers.

Vorbilder in der Produktion

Es gibt aber auch Hersteller, bei denen bereits ein Umdenken stattgefunden hat. "Wir wussten, dass wir nicht einfach Tüten herstellen und auf längere Hinsicht denken könnten, das wäre okay. Wir mussten einen Weg finden, um nachhaltig zu werden", sagte Cherish Changala, Marketing-Chefin von Command Packaging, in einem Interview mit der "Los Angeles Times".

Das Unternehmen hat 2013 eine Recyclinganlage eröffnet, die wiederverwertbare Plastiktaschen aus Harz herstellt.

Zwar sind die Meinungen über das Verbot gespalten und ein Ende der Diskussionen noch lange nicht in Sicht. Doch es besteht weiterhin die Hoffnung, dass Kalifornien ein Beispiel für andere ist. So will Frankreich ab 2020 Besteck und Geschirr aus Plastik verbieten.

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