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"Hart aber fair": Freudscher Versprecher sagt viel über Beatrix von Storch

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Bei "Hart aber fair" ging es am Montagabend um Donald Trumps Wahlsieg - und wie Europa darauf zu reagieren hat (im Video oben). Unter den Gästen war auch die AfD-Politikerin Beatrix von Storch. Die leistete sich einen Versprecher, der Bände darüber spricht, wie sie sich die Zukunft Europas vorstellt.

Ein Einspieler sagte ein Erstarken von Rechtspopulisten in ganz Europa voraus: Im Dezember wählt Österreich seinen Bundespräsidenten - und die Umfragen sprechen für den Rechtspopulisten Norbert Hofer.

Im März 2017 wählen die Niederlande - hier hat Geert Wilders gute Chancen. Im April könnt schließlich Marine Le Pen Staatspräsidentin in Frankreich werden. Und im September des nächsten Jahres folgt dann die Bundestagswahl in Deutschland.

Von Storchs Europa der Träume

"Hofer in Österreich, Wilders in Holland, Le Pen in Frankreich, sieht so das Europa Ihrer Träume aus?“, fragte Moderator Frank Plasberg von Storch direkt.

Und die verhaspelte sich. "Nein, das Europa meiner Freunde, äh, meiner Träume ..." Gelächter im Publikum.

"Das war schon richtig, was Sie gesagt haben", ätzte Plasberg. "Warum lassen Sie so einen Gag einfach laufen?" "Ich fand, das war kein Gag", sagt die AfD-Frau.

Sigmund Freud hätte seine Freude gehabt

"Aber das sind doch Ihre Freunde", setzte Plasberg nach. Von Storch wollte das so nicht stehen lassen: "Das sind andere Länder, andere Parteien - wir machen hier Wahlkampf für die Bundestagswahl."

Und überhaupt, der entscheidende Punkt sei doch, "dass die Menschen unzufrieden sind".

Aber dass sie Le Pen und Hofer nicht als ihre Freunde und Verbündeten ansieht, nahm ihr an dieser Stelle keine mehr ab.

Was wohl Sigmund Freud dazu gesagt hätte?

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(sk)