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Standesamtliche Trauung: Kosten, Ablauf und Location - das kommt auf euch zu

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Das erwartet Brautpaare bei der Planung einer standesamtlichen Trauung | Michaela Begsteiger via Getty Images
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  • Die standesamtliche Trauung ist im Vergleich günstig.
  • Der Ablauf der Trauungszeremonie ist nahezu überall gleich und benötigt nicht viel Vorbereitung.
  • Das standesamtliche Heiraten ist auf Wunsch an besonderen Locations oder in einer anderen Stadt erlaubt.

Die standesamtliche Trauung ist im Vergleich günstig. In der Regel kostet eine standesamtliche Trauung zwischen 50 und 100 Euro. Zusätzlich entstehen aber noch weitere Kosten rund um die Trauung.

Zum Beispiel erhöhen sich die Kosten für die Prüfung der Ehefähigkeit, wenn ein Partner oder beide Ausländer sind. Wer nicht an seinem Geburtsort heiratet, benötigt eine Abschrift aus dem Geburtenregister, die ebenfalls mit Gebühren belegt ist.

Standesamtliche Trauung – Das sind die Kosten

War einer der Partner vorher verheiratet, benötigt er eine beglaubigte Abschrift der vorherigen Ehe mit dem Auflösungsvermerk aus dem Eheregister. Ist der vorherige Partner verstorben, hat man die Sterbeurkunde vorzuzeigen.

Weitere Gebühren fallen für die Führung eines Doppelnamens, für die Ausfertigung des Familienstammbuchs und für die Hochzeitsurkunden an. Wenn die Hochzeit außerhalb der Dienstzeiten, zum Beispiel an einem Samstag, stattfindet, entstehen ebenfalls weitere Kosten.

Die Hochzeit in einer bestimmten Location oder in einem anderen Standesamt als dem Standesamt der Heimatstadt ist ebenso mit weiteren Gebühren verbunden.

Standesamtliche Trauung – Das ist der Ablauf

Die standesamtliche Trauung dauert zwischen 20 und 30 Minuten. In der Regel findet sich das Brautpaar zwischen 30 und 15 Minuten vor der Trauung zur Anmeldung ein.

Wenn Trauzeugen gewählt wurden, müssen diese ebenfalls bei der Anmeldung zugegen sein. Eine Mitarbeiterin des Standesamts überprüft die letzten Formalitäten und die Ausweispapiere. Sobald der Trausaal frei ist, ruft man das Brautpaar auf und es nimmt gemeinsam mit den Gästen Platz.

Die Zeremonie der standesamtlichen Trauung ist in jedem Fall ähnlich. Zunächst wird der Standesbeamte das Brautpaar und die Gäste begrüßen und eine kleine Rede halten.

Anschließend beginnt der Hauptteil der Trauung mit der Bekanntgabe des gemeinsamen Familiennamens. Im Anschluss daran bittet man das Brautpaar, sich zu erheben. Der Standesbeamte stellt dem Brautpaar die Traufrage, die mit "Ja" zu beantworten ist.

Nach dem Ehegelübde tauscht das Brautpaar die Ringe und gibt sich den ersten Kuss als verheiratetes Paar am Trautisch. Abschließend unterschreiben die frisch getrauten Eheleute die Niederschrift zur Trauung. Sind Trauzeugen anwesend, unterschreiben diese ebenfalls das Dokument.

Standesamtliche Trauung – Die richtige Location finden

Die standesamtliche Trauung ist unerlässlich für jeden, der den Bund der Ehe schließen will – aber im Grunde genommen ein nüchterner und sachlicher Vorgang.

Um eine persönliche Note in eine standesamtliche Hochzeit zu bringen, ist im Vorfeld die Absprache mit dem Standesbeamten erforderlich. Erlaubt ist zum Beispiel eine persönliche Liebeserklärung oder die Abgabe eines persönlichen Trauversprechens unmittelbar nach dem Ja-Wort.

Eine besondere Location verleiht der Trauung zusätzlich eine einzigartige Note. Viele Standesämter bieten mittlerweile besondere Räumlichkeiten, zum Beispiel in einem Schloss, für die Trauzeremonie an.

Bei manchen Standesämtern ist es machbar, sich unter freiem Himmel trauen zu lassen. Wenn ihr in eurer eigenen Stadt keine passenden Räumlichkeiten für die Trauzeremonie findet, gibt es die Möglichkeit, sich in einer anderen Stadt trauen zu lassen. Grundsätzlich ist eine standesamtliche Trauung überall in der Bundesrepublik erlaubt.