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Hillary Clinton: Nur ein US-Präsidentschaftskandidat bekam laut Schätzungen mehr Stimmen als sie

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HILLARY CLINTON
Clinton hat die Wahl verloren - obwohl sie 1,5 Prozent mehr Stimmen hat | Carlos Barria / Reuters
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  • Hillary Clinton hat wohl mehr Wählerstimmen bekommen als jeder andere Präsidentschaftskandidat in der Geschichte - abgesehen von Barack Obama
  • Stimmen, das Wahlmännersystem abzuschaffen, werden wieder lauter

Die US-Präsidentschaftswahl hat Hillary Clinton verloren. Das ist umso bitterer, wenn man sich ansieht, wie viele Wählerstimmen sie bekommen hat.

Die Stimmen sind zwar immer noch nicht komplett ausgezählt, vier Millionen fehlen in Kalifornien noch, aber es sieht so aus, als würde Clinton mehr Stimmen erhalten als jeder andere Präsidentschaftskandidat zuvor - abgesehen vom amtierenden Präsidenten Barack Obama.

Clinton holte 1,5 Prozent mehr Stimmen als ihr Konkurrent

Wahlexperte Nate Cohn von der „New York Times“ schätzt, dass 63,4 Millionen Amerikaner für Clinton gestimmt haben. Auf Donald Trump entfallen vermutlich bloß 61,2 Millionen. Die Demokratin läge also ganze 1,5 Prozent vor dem künftigen US-Präsidenten.

Das heißt, dass Clinton mehr Stimmen bekommen hat, als jeder Präsidentschaftskandidat in der US-Geschichte – außer Barack Obama in den Wahlen 2008 und 2012. Der amtierende US-Präsident erhielt 2008 69,5 Millionen und 2012 65,9 Millionen Stimmen.

Diskussionen, das Wahlmännersystem abzuschaffen, wieder entfacht

Trotzdem wird Clinton nicht die zukünftige US-Präsidentin werden. Denn es zählen bei den US-Wahlen nicht die Wählerstimmen, sondern die Stimmen der Wahlmänner, die von der Bevölkerung gewählt werden und dann ihrerseits den Präsidenten bestimmen. Die Wahlmänner legen sich allerdings zuvor auf einen Kandidaten fest. Trump erreichte so bei ihnen 306 Stimmen, während Clinton nur auf 232 Wahlmänner kam.

Die Unterschiede zwischen den Stimmen aus der Bevölkerung und von den Wahlmännern haben die Diskussionen, das Wahlmännersystem abzuschaffen, neu entfacht. Die Wahl von vergangenem Dienstag ist bereits die vierte, in der ein Kandidat mehr Stimmen aus der Bevölkerung erhalten hat und trotzdem nicht Präsident wird.

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(sk)