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Bundesrechnungshof: Flüchtlingskrise ist "hohes Risiko" für den Haushalt

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  • Laut einem Bericht des Bundesrechnungshof ist die Bewältigung der Flüchtlingskrise ein Risiko für einen schuldenfreien Haushalt
  • Es sei notwendig, den Haushalt mit EU-Geldern zu refinanzieren
  • Die Bundesregierung geht bis 2020 von Kosten bis zu 80 Milliarden Euro aus
  • Eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben

Laut einem Bericht des Bundesrechnungshofs ist die Bewältigung der Flüchtlingskrise ein "hohes Risiko" für den schuldenfreien Bundeshaushalt. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Der Bericht soll am Montag vorgestellt werden.

Die langfristigen Auswirkungen auf den Haushalt seinen "schwer abzusehen", heißt es dort. Deutschland gebe für die Bewältigung des Flüchtlingsansturms mehr Geld aus, als alle anderen EU-Staaten, kritisieren die Rechnungsprüfer.

Bundesregierung rechnet mit 80 Milliarden Euro bis Ende 2020

Für sie ist es außerdem notwendig, die Ausgaben "aus dem EU-Haushalt zu refinanzieren". Die Bundesregierung rechnet damit, dass bis Ende 2020 80 Milliarden Euro für die Flüchtlingskrise aufgewendet werden müssen.

Die Versorgung eines syrischen Flüchtlings in Deutschland kostet die Steuerzahler nach "Bild"-Angaben im Schnitt 11.800 Euro pro Jahr.

Kosten für die wirtschaftliche Integration kommen dazu

Danach beinhalten die Kosten unter anderem die Aufwendungen für Unterkunft, die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, Schule, Sprachkurse und die Herrichtung von Unterkünften.

Nicht enthalten sind in der Berechnung die Kosten zur wirtschaftlichen Integration der Asylbewerber, wie zum Beispiel Weiterbildungskurse, sowie die Aufwendungen für die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber.

Mit Material der dpa

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(bp)