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Donald Trumps Biograf schlägt Alarm: "Er wird versuchen, sich zum Diktator zu machen"

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DONALD TRUMP
Donald Trump nach der Verkündung des Wahlergebnisses am 9. November | Mike Segar / Reuters
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  • Der Trump-Biograf David Cay Johnston hat ein vernichtendes Urteil über den künftigen US-Präsidenten gefällt
  • Trump besitze nicht die psychologische Stärke, die das Amt des Präsidenten verlange
  • Außerdem sei er für Ratschläge taub und werde wie ein Diktator regieren, glaubt Johnston

"Wir bekommen einen Präsidenten, der ein Hochstapler ist." Das sagt der renommierte Journalist und Trump-Biograf David Cay Johnston gegenüber der Zeitung "Welt" über den designierten US-Präsidenten Donald Trump.

Der Pulitzer-Preisträger Johnston hat sich lange mit dem Leben des Milliardärs beschäftigt und seinen Werdegang verfolgt. Auf Basis von Geschäftsberichten, Gerichtsakten und Interviews mit Zeitzeugen zeichnet er in seinem Buch "Die Akte Trump" ein umfassendes Bild des Geschäftsmanns Trump.

Nicht für das Amt des Präsidenten geeignet

Sein Fazit über den Unternehmer fällt vernichtend aus. "Trump ist unreif und instabil", sagte Johnston der "Welt" im Interview. Seine Prognose für die Zukunft sei daher: "Er wird auf Situationen treffen, denen er nicht gewachsen ist."

Johnston ist sich sicher, dass Trump nicht über die psychologische Stärke verfügt, um ein guter Präsident zu sein. "Trump ist eingefangen in der emotionalen Verfasstheit eines 13-jährigen Jungen. Ich glaube, dass er es darum früher oder später wirklich vermasseln wird", sagte er gegenüber "Welt".

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Geschäftsbeziehungen zu Kriminellen

In seinem Buch schreibt Johnston auch über Trumps Geschäftsbeziehungen mit dem Drogenhändler Josef Weichselbaum. Trump habe Weichselbaum stets unterstützt. Auch, als dieser angeklagt wurde.

Mit seinem Buch will Johnston vor allem aufklären. "Wir haben einen gewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten, und die absolut überwiegende Zahl der Amerikaner hat keine Ahnung von dieser Verstrickung mit Kriminellen", sagte Johnston der "Welt".

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"Trump hat nie gelernt, Ratschläge anzunehmen"

Auch wenn Trump sich in seinen letzten Äußerungen moderater gezeigt hat, sieht sein Biograf Johnston keine Chance darauf, dass der designierte Präsident tatsächlich gut regieren wird. Dazu sei er zu fragil und zu unreif.

Chance auf eine Besserung sieht Johnston nicht. "Donald Trump ist Donald Trump. Er ist 70 Jahre alt. In diesem Alter verändert man sich nicht mehr", sagte er.

Wer darauf hofft, dass ein Berater-Team Trump so auffängt, dass er keinen Schaden anrichten könnte, der vergisst laut Johnston: Trump hat nie gelernt, Ratschläge anzunehmen.

"Ich erwarte darum viel eher, dass Trump versuchen wird, sich zum Diktator zu machen. Ein Diktator ohne jede Ideologie, nur der eigenen Macht gewidmet", sagte der Journalist.

Zwar werde Trump die amerikanische Republik nicht abschaffen, höchstens die Gewaltenteilung vorübergehend verändern. Aber: "Donald Trump wird eine Agenda umzusetzen versuchen, die enormen Schaden anrichten wird in der Innen- und Außenpolitik", ist sich Johnston sicher.

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(lk)