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Erdogan lädt Trump in die Türkei ein - und attackiert die EU

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Erdogan lädt Trump in die Türkei ein - und attackiert die EU | Vasily Fedosenko / Reuters
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  • Der türkische Präsident will darüber abstimmen lassen, ob die Türkei weiter einen EU-Beitritt verfolgen soll
  • Erdogan lud zudem den künftigen US-Präsidenten Trump in die Türkei ein

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat angesichts der Spannungen zwischen Ankara und Brüssel erneut ein Referendum über einen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen ins Gespräch gebracht. "Die Europäische Union versucht uns regelrecht zu zwingen, aus dem Prozess auszusteigen", sagte Erdogan nach Angaben der Zeitung "Hürriyet".

Erdogan erklärte: "Wenn sie uns nicht wollen, dann sollen sie uns das offen sagen und die entsprechenden Entscheidungen fällen."

Zudem lud Erdogan den gewählten US-Präsidenten Donald Trump in die Türkei ein. "Wir können uns treffen, bevor er die Präsidentschaft übernimmt", sagte Erdogan gegenüber der "Hürriyet". Er wäre glücklich, wenn die Türkei eines der ersten Reiseziele Donald Trumps sein würde.

Erdogan will machen, "was das Volk sagt"

Der türkische Präsident fügte hinzu, dass die Türkei der EU gegenüber keine "unendliche" Geduld aufbringen könne. Erdogan brachte dem Bericht zufolge dabei die Möglichkeit einer Volksabstimmung nach britischem Vorbild ins Gespräch, bei der die Bürger der Türkei über eine Fortsetzung der Beitrittsgespräche mit der EU abstimmen könnten. "Wir werden das machen, was das Volk sagt", sagte Erdogan nach Angaben von "Hürriyet".

Bereits im Juni hatte der türkische Staatschef die Möglichkeit eines solchen Volksentscheids ins Spiel gebracht. Schon damals warf Erdogan der EU vor, die Türkei im Beitrittsprozess hinzuhalten.

Das Verhältnis zwischen der Türkei und der EU hat sich in den vergangenen Monaten weiter verschlechtert. Kritiker werfen der Türkei schwere Menschenrechtsverletzungen vor.

Seit dem gescheiterten Putsch Mitte Juli gehen die türkischen Behörden massiv nicht nur gegen vermeintliche Putschisten, sondern gegen alle Regierungskritiker vor. Zehntausende sitzen in Haft. In den vergangenen Wochen war eine Verhaftungswelle von Journalisten und Oppositionsabgeordneten international auf scharfe Kritik gestoßen.

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