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Muslimische Lehrerin findet Zettel im Klassenzimmer - der Inhalt ist eine Schande

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Muslimische Lehrerin findet Zettel im Klassenzimmer - der Inhalt ist eine Schande | facebook
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In den Tagen nach dem Wahlsieg Donald Trumps ist es in den USA zu zahlreichen rassistischen Überfällen gekommen. Ob sie in direktem Zusammenhang mit dem Ausgang der Präsidentschaftswahl stehen, ist noch unklar.

Ein besonders abscheulicher Vorfall von Rassismus ereignete sich am Freitag in einer High School in einem Vorort von Atlanta, im US-Bundesstaat Georgia, bei dem eine muslimische Lehrerin beleidigt wurde.

"Ihr Kopftuch ist hier nicht mehr erlaubt"

Die Lehrerin, Mairah Teli, ist praktizierende Muslimin und trägt ein Kopftuch. Am Freitag fand sie einen Zettel in ihrem Klassenzimmer.

Auf der einen Seite stand geschrieben: "Für Frau Teli“, daneben war eine amerikanische Flagge gemalt. Auf der Rückseite: "Ihr Kopftuch ist hier nicht mehr erlaubt. Warum nehmen Sie es nicht und erhängen sich damit?“

Die Nachricht endet mit dem Wort "Amerika“, daneben hat der Verfasser noch eine amerikanische Flagge gezeichnet.

Teli wollte zu diesem Vorfall nicht schweigen. Sie machte ein Foto des Briefes und veröffentlichte es auf Facebook.

Sie schrieb dazu: "Als Muslimin trage ich ein Kopftuch, weil ich den Glauben praktiziere. Ich teile das Foto mit euch, weil ich euch auf die Realität und auf das Klima in unserem Land aufmerksam machen will. Hass zu sähen bedeutet nicht, dass man Amerika wieder 'großartig’ macht.“

Eine Sprecherin der Schule sagte, dass man mit Hochdruck daran arbeite, den Verfasser der Nachricht zu finden.

Es ist unklar, ob dieser Mensch tatsächlich vom Sieg Donald Trumps dazu veranlasst wurde, diese beleidigenden Worte zu schreiben. Aber der Facebook-Post der Lehrerin zeigt, dass zumindest sie das denkt.

Die NGO "Southern Poverty Law Center“ hat es sich zum Auftrag gemacht, rassistisch und sexistisch motivierte Übergriffe öffentlich zu machen - warnt aber davor, nicht alle Vorfälle automatisch auf Trumps Wahlsieg zu schieben.

Mairah Teli wird ihr Kopftuch nach dem Vorfall nicht abnehmen. Ganz im Gegenteil. Dem Online-Magazin "Atlanta Journal-Constitution“ sagte sie, sie möchte mit ihren Schülern noch intensiver darüber sprechen, warum sie es trägt.

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(sk)