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Anti-Trump-Proteste: Erneut gehen tausende Menschen auf die Straße

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TRUMP PROTEST
Demonstranten am Samstag in Los Angeles | Lucy Nicholson / Reuters
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  • Am Samstag protestierten tausende Menschen in den USA gegen den designierten US-Präsidenten Donald Trump - den vierten Tag in Folge
  • Trump lobte in einer Twitter-Nachricht die "Leidenschaft" der Demonstranten

Der Protest gegen den designierten US-Präsidenten Donald Trump reißt nicht ab. Auch am Samstag sind tausende Menschen in New York, Los Angeles, Chicago und weiteren Orten der USA auf die Straße gegangen.

Wie die Huffington Post USA berichtete, haben mehrere tausend Menschen in New York demonstriert. Der Sender CNN sprach von der bisher größten Protestaktion in der Ostküstenmetropole nach der Wahl am Dienstag.

"Wir sind entsetzt darüber, dass unser Land einen unglaublich unqualifizierten Frauenhasser und Rassisten gewählt hat", zitiert die Huffington Post USA eine 62-jährige Demonstrantin.

Eine weitere Frau hält Trumps Leugnung des Klimawandels für sehr gefährlich. "Er glaubt, der Klimawandel wäre eine Lüge", sagte sie der Huffington Post USA. Sie möchte so lange demonstrieren, bis es eine Veränderung gibt.

"Ich denke, der Zweck dieser Demonstrationen ist es, den Leuten und dem Rest der Welt zu zeigen, dass wir wütend sind über Trumps Wahl", sagte sie.

Die Proteste finden auch vor dem Trump Tower statt. Der Wolkenkratzer, in dem Trump derzeit seine Präsidentschaft plant.

Protest größtenteils friedlich

Auch in Los Angeles und Chicago kamen zum vierten Mal in Folge mehrere tausend Menschen zusammen, um gegen Trump zu protestieren.

Einige der Demonstranten schwenkten amerikanische, mexikanische oder Regenbogenflaggen.

Der Protest verlief größtenteils friedlich. In der Stadt Portland im Bundesstaat Oregon hatten Demonstranten jedoch am Freitag Fensterscheiben eingeschlagen und Autos demoliert. Die Polizei war gegen sie mit Tränengas vorgegangen.

Am Freitagabend wurde ein Demonstrant in Portland angeschossen. Er befand sich nicht in Lebensgefahr. Laut Informationen der Huffington Post USA wurde das Auto des mutmaßlichen Schützen entdeckt, eine Waffe wurde beschlagnahmt und vier Verdächtige wurden festgenommen. Dabei soll es sich um Gangmitglieder handeln.

Erst Verschwörung, dann Lob

Am Freitag hatte Trump in den Protesten selbst noch eine Verschwörung gewittert. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er: "Ich hatte gerade einen sehr offenen und erfolgreichen Wahlkampf. Jetzt protestieren professionelle Demonstranten, angestachelt von den Medien. Sehr unfair."

Wenig später freute sich Trump über die Proteste: "Ich liebe die Tatsache, dass die kleine Gruppe von Demonstranten vergangene Nacht Leidenschaft für unser großes Land hat. Wir werden alle zusammenkommen und stolz sein."

Mit Material der dpa

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