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Trump holt drei seiner Kinder ins Team für die Machtübernahme

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TRUMP IVANKA
Trump holt drei seiner Kinder ins Team für die Machtübernahme | Chip Somodevilla via Getty Images
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  • Der designierte US-Präsident Trump hat sein Übergangsteam vorgestellt
  • Ihm gehören drei seiner Kinder, sein Schwiegersohn und ein Deutscher an
  • Experten wittern Vetternwirtschaft

Am Freitag hat der neu gewählte US-Präsident Donald Trump bekanntgegeben, wer Teil seines Übergangsteams sein wird. Der neu gewählte Vizepräsident Mike Pence wird das Team von Chris Christie, dem Gouverneur von New Jersey, übernehmen. Christie wird aber Mitglied bleiben.

Gleich drei Kinder Trumps – Donald Jr., Eric und Ivanka – werden dem Team angehören, sein Schwiegersohn Jared Kushner ist ebenfalls mit dabei. Als stellvertretende Vorsitzende wurden der ehemalige New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani, Newt Gingrich, ehemaliger Sprecher des Repräsentantenhauses, der pensionierte General Michael Flynn und der Senator von Alabama, Jeff Sessions, genannt.

Auch ein Deutscher wird Trump in der Übergangsphase beraten. Peter Thiel ist Investor von Technologie-Startups und hat den Online-Bezahldienst Paypal mitgegründet.

Interessenskonflikt? Trumps Kinder übernehmen die Geschäfte und machen Politik

"Unsere Mission ist klar: Wir wollen ein hochqualifiziertes Kabinett zusammenstellen, das unsere Veränderungen in Washington vorantreiben wird“, sagte Trump in einem Statement. "Zusammen werden wir die ersten Schritte gehen, um diese Nation neu aufzubauen – mit Jobs, Sicherheit und Möglichkeiten. Dieses Team wird an die Arbeit gehen, um Amerika wieder großartig zu machen.“

Zugleich werden die Kinder Trumps aber auch sein Business-Imperium übernehmen. Die Trump Organization verkündete in einem Statement, dass die Kontrolle der Geschäfte auf Donald Trump Jr., Ivanka Trump, Eric Trump und andere Vorsitzende übertragen werde.

Dass seine Kinder zugleich seinem Regierungsteam angehören und seine Geschäfte übernehmen – darin sieht der neu gewählte Präsident wohl keinen Interessenskonflikt mit rechtlichen Folgen.

Normalerweise sollte ein neu gewählter Präsident seine Geschäfte an einen unabhängigen Finanzmanager übergeben

Experten für ethische Leitlinien für die Regierung sagten der Huffington Post USA, dass es überhaupt keinen Unterschied mache, ob Trump die Geschäfte seinen Kindern übergebe oder selbst behalte – es werde immer ein Interessenskonflikt mit dem Präsidentenamt gegeben.

"Wenn die Kinder Funktionen in der Regierung und seine Geschäfte übernehmen, wird es schwer, diese beiden Rollen voneinander zu trennen“, sagte Kenneth Gross, ein Anwalt aus Washington, der sich auf Ethik in der Politik spezialisiert hat.

Normalerweise sollte ein neu gewählter Präsident seine Geschäfte an einen unabhängigen Finanzmanager übergeben – der kein enges Verhältnis zum bisherigen Besitzer hat. Zugleich sollte der ehemalige Besitzer keinen Einblick mehr in die Geschäfte haben. Das wäre bei Trump und seinen Kindern nicht der Fall.

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