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Diese nur zwei Kilometer breite Insel wurde für tausende Seeleute zum Verhängnis

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SABLE ISLAND
Diese nur zwei Kilometer breite Insel wurde für tausende Seeleute zum Verhängnis | Halifax Chronicle via Getty Images
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Die kanadische Atlantikinsel Sable Island sieht aus der Luft betrachtet aus wie eine Sichel. Eine sehr dünne Sichel, deren breiteste Stelle gerade einmal zwei Kilometern misst.

Sie beheimatet Wildpferde, ist bei Tierfreunden für ihre Sable-Island-Ponys bekannt. Zudem leben über 300 seltene Vogelarten auf dem kleinen Streifen Land, der nur selten von Menschen betreten wird.

Ein kleines Stück unberührtes Paradies, könnte man meinen. Doch Sable-Island wurde in der Vergangenheit für tausende Seeleute zum Verhängnis. Sie gilt als einer der größten Schiffsfriedhöfe der Welt.

sable island

Seit dem 16. Jahrhundert gab es auf der Insel über 350 Schiffbrüche. Was macht die 38-Kilometer lange Insel so gefährlich?

Zum einen führen zahlreiche Schifffahrtsrouten an der Insel vorbei. Schiffe, die von Nordamerika nach Europa oder andersherum fuhren, passierten die Insel dadurch sehr regelmäßig.

In dieser Region des Ozeans kommt es zudem immer wieder zu gefährlichen Strömungen und Stürmen, immer wieder wurden Schiffe so gegen die Insel gedrückt und liefen auf Grund.

Die entscheidende Tücke ist jedoch eine andere. Bevor Schiffe standardmäßig mit Radartechnologie ausgestattet waren, übersahen viele Schiffsleute die Insel schlicht.

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Ein von Sable Island (@sableisland) gepostetes Foto am

Denn in Sable Island tritt etwa 125 Tage im Jahr Nebel auf: So verschwindet die Insel nicht selten in einer undurchsichtigen Nebelbank.

Das erste große Schiffsunglück bei Sable Island, das in den Geschichtsbüchern zu finden ist, ereignete sich im Jahr 1583. Danach kam es immer wieder zu fatalen Vorfällen.

Seitdem hält sich hartnäckig die Sage, die verstorbenen Seeleute der kanadischen Insel tauchten als Pferde wieder auf.

Der wahre Grund, wieso so viele Pferde die Insel besiedeln, ist jedoch ein anderer. Der amerikanische Kaufmann Thomas Hancock brachte im Jahr 1760 rund 60 Pferde auf die Insel. Seither haben sie dort ihre Heimat.

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(vr)