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Nach der Trump-Wahl: Rüstungsbranche freut sich auf Wettrüsten

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PANZER
Die Rüstungsindustrie freuts: Staaten werden bald wohl mehr Panzer brauchen | dpa
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  • Die Rüstungsbranche zeigt sich erfreut über Trumps Wahlsieg
  • Trump hatte im Vorfeld der Wahl bereits von den Europäern verlangt, aufzurüsten
  • Verteidigungsministerin von der Leyen hat schon im Frühjahr eine Aufstockung des Etats angekündigt

Donald Trump findet Krieg gut: Er kurbelt die Wirtschaft an – das reicht für ihn offenbar als Begründung. Im Vorfeld seiner Wahl hat er von den Europäern verlangt, mehr Geld in die Verteidigung zu stecken. Denn auf die USA als Schutzschirm können sie nicht länger zählen.

Während die Bundesregierung angesichts der Aussagen Trumps Sorge äußert, freut sich die Rüstungsbranche.

"Wir haben jetzt zwei gute Verkäufer: Wladimir Putin in Moskau und Donald Trump in Washington", sagt ein deutscher Rüstungsmanager, der anonym bleiben will gegenüber der "Welt". Erfreut sich offenbar über Trumps Erfolg.

Trump will, dass Europa die Militärausgaben auf das Nato-Ziel von mindestens zwei Prozent der Wirtschaftsausgaben aufstockt. Er selbst hat ebenfalls vor, die Ausgaben für das US-Militär zu steigern.

Aktienkurse der größten Rüstungskonzerne sind nach Trumps-Sieg gestiegen

Trumps Kriegsbegeisterung machte sich direkt nach seinem Wahlsieg auch an den Börsen bemerkbar. Die Aktien der führenden westlichen Rüstungskonzerne stiegen. Die Aktie des englischen Unternehmens BAE Systems, der größte Rüstungskonzern in Europa, stieg am Mittwoch sogar um sechs Prozent. Ein deutliches Zeichen: Die Investoren glauben an mehr Krieg.

Schon Putins Krim-Einmarsch hat für eine Konjunktur in der Rüstungsindustrie gesorgt. Staaten stockten ihr Militär-Budget auf statt ab.

Von der Leyen will das Militär-Budget erhöhen

In Deutschland wird auch schon vorgesorgt. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sagte bereits, dass Europa sich darauf einstellen müsse, selber besser vorzusorgen. Bis zum 2030 will sie zusätzlich rund 140 Milliarden Euro fürs Militär mobilisieren. Viel zu wenig, so Experten.

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Die halten mindestens 250 Milliarden für notwendig, berichtet die „Welt“.

Aktuell gibt Deutschland 1,19 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Rüstung aus. Die USA liegen bei 3,6 Prozent – und damit auf Platz eins in der Nato.

Das Verteidigungsministerium hat seinen Abrüstungskurs schon im Frühling 2015 geändert. Kampfpanzer, die eigentlich verkauft oder verschrottet werden sollten, bleiben im Bestand. Es ist sogar eine Aufstockung um 100 Leopard 2 Kampfpanzer geplant.

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(lp)