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"Maybrit Illner": Trump-Fan keilt gegen die Kanzlerin – Ursula von der Leyen wirkt völlig ratlos

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Es ist das Thema, das noch immer die Medien dominiert: Der Wahlerfolg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen.

Auch bei Maybrit Illner am Donnerstagabend wurde über die Auswirkung des republikanischen Sieges diskutiert. „Trumps Triumph – was steht auf dem Spiel?“ fragte die Talkmasterin ihre Gäste.

Mit Fred Kempe, dem Chef des renommierten Washingtoner Think Tanks Atlantic Council und dem deutsch-amerikanischen Manager Martin Richenhagen saßen zwei ausgewiesene US-Kenner am Tusch. Dazu der Restaurant-Besitzer und Trump-Wähler Nicolas Smith.

Ihnen gegenüber: Bloggerin und Piraten-Politikerin Katharina Nocun und Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Letztere hatte unmittelbar nach dem Wahlsieg Trumps erstaunlich offen von einem "gewaltigen Schock" gesprochen.

Von der Leyen schien noch immer außer Fassung

Und auch im ZDF-Talk schien die CDU-Politikerin sich noch nicht wieder gesammelt zu haben. Gleich am Anfang erklärte von der Leyen über Trump: "Man erkennt ihn quasi nicht. (...) Viele, viele Fragen sind offen."

Kritisch auf ihre Reaktion auf den Wahlsieg Trumps angesprochen, mit dem sich die Bundesregierung immerhin ab Januar an einen Tisch setzen muss, entgegnete die Verteidigungsministerin: "Ich habe aufs iPad geguckt und glaube das ist eine ganz natürliche Reaktion. Weil ich persönlich damit nicht so gerechnet habe."

Kempe versuchte zu beruhigen

Atlantic-Council-Chef Kempe war dagegen bemüht eine positivere Sicht auf den neuen US-Präsidenten zu wahren. Kempe sprach angesichts der ersten Äußerungen Trumps nach seinem Sieg von einem "Zeichen der Hoffnung". Trump müsse nun klarmachen, dass er "nicht gegen Hillary Clinton vorgeht, um der Präsident aller Amerikaner zu sein."

Doch auch der US-Experte zeigte sich besorgt: Wenn Trump so regiere, wie er Wahlkampf gemacht hatte, sei das "ein Albtraum".

Trump-Fan Smith, dessen einzige Daseins-Berechtigung in der Talk-Runde seine Faszination für Trump zu sein schien, versuchte zumindest vereinzelt dagegen zu halten. So kritisierte er Merkel scharf: "Die Kanzlerin sollte erst mal in den Spiegel gucken, bevor sie unserem Präsidenten Ratschläge erteilt." Merkel hatte nach der US-Wahl mahnende Worte an den künftigen Präsidenten gerichtet.

Smith befand trocken: Deutschland solle für sich selbst sorgen.

Von der Leyen fällt bei den Zuschauern durch

Von der Leyen sah das erwartungsgemäß anders. Trumps Aussagen, in denen er das Konzept der Nato angezweifelt hatte, kommentierte sie kritisch, wirkte aber auch in dieser Frage äußerst unsicher.

"Ich weiß nicht, welchen Wert er der Nato beimisst", gab sie zu. "Ich glaube, was ihm hoffentlich seine Berater sagen, ist, dass das kein Geschäft ist. Das ist kein Unternehmen, wo man sagt: Die Vergangenheit ist mir egal", erklärte die CDU-Politikerin.

"Diese Werte in Frage stellen, das wird er glaub ich nicht tun, das hoffe ich, wird er nicht tun", erklärte sie.

Die Zuschauer waren vom Auftritt der Verteidigungsministerin nicht überzeugt. Einer schrieb: "Ursula von der Leyen erklärt gerade, wie Trump in den USA regieren muss. Deutsche Überheblichkeit pur."

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(mf)