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Gabriel sagt Verhandlungen mit Union zur Gauck-Nachfolge ab - wegen Grippe

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SIGMAR GABRIEL
Wirtschaftsminister und Vize-Kanzler Sigmar Gabriel | Florian Gaertner via Getty Images
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  • CDU, CSU und SPD sind auf der Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten als Bundespräsident
  • Doch SPD-Chef Sigmar Gabriel sagte die neuen Beratungsrunde kurzfristig ab

Eine Kampfkandidatur um den nächsten Bundespräsidenten wird immer wahrscheinlicher. Eigentlich wollten sich am Nachmittag die Chefs von CDU, CSU und SPD zu neuen Verhandlungen über den Nachfolger von Joachim Gauck treffen. Doch kurzfristig sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel das Treffen im Kanzleramt ab. Er meldete sich mit Grippe krank. Trotzdem gab es dem Vernehmen nach aber Telefonkontakte zwischen den Parteien.

Die die drei Parteichefs wollten in einer neuen Beratungsrunde erörtern, ob sie sich auf einen gemeinsamen Namen festgelegen können. Neben Gabriel waren auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Horst Seehofer (CSU) eingeladen. Die Spitzen von Union und SPD haben nun noch bis Sonntag Zeit für eine einvernehmliche Lösung.

Dass sie sich auf einen Kandidaten einigen, galt von Vornherein als unwahrscheinlich. Ausgeschlossen wurde es aber nicht. Der großen Koalition ist es bisher nicht gelungen, sich auf einen Nachfolger von Bundespräsident Gauck zu einigen. Die Wahl durch die Bundesversammlung ist für den 12. Februar angesetzt.

In der Union gilt eine Kampfkandidatur als wahrscheinlich

Beim Poker ums Präsidentenamt könnten die Grünen eine wichtige Rolle spielen. Gabriel war vor Wochen vorgeprescht und hatte sich öffentlich für seinen Parteifreund Frank-Walter Steinmeier stark gemacht. Damit hatte er die Union massiv verärgert.

In der Union gilt eine Kampfkandidatur als wahrscheinlich, falls Gabriel nicht von Steinmeier abrückt. Das wiederum galt bei den Sozialdemokraten als so gut wie ausgeschlossen. Für diesen Fall sucht die Union nach einer profilierten Kandidatin oder einem Kandidaten, der für weite Teile von Grünen, FDP und anderen bürgerlichen Parteien wählbar wäre.

In der Bundesversammlung stellt die Union bei der Wahl des Bundespräsidenten zwar die größte Gruppe, nicht aber die Mehrheit.

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