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Russland will sich in unsere Politik einmischen - mithilfe einer Cyber-Armee

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PUTIN
Sicherheitskreise befürchten Cyberangriffe aus Russland | Sputnik Photo Agency / Reuters
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  • Deutsche Sicherheitsbehörden warnen vor Cyber-Angriffen aus Russland
  • Hacker könnten sich in die Bundestagswahl 2017 einmischen
  • Der Kreml baut Medienberichten zufolge sogar eine eigene Hacker-Armee auf

Die Angst vor russischen Hackerangriffen geht um. Deutsche Sicherheitsbehörden befürchten, dass der russische Geheimdienst die Bundestagswahl im kommenden Jahr durch Cyber-Angriffe beeinträchtigen könnte. Das berichtet die Zeitung "Frankfurter Allgemeine Woche“.

Auch Sabotage-Akte, etwa gegen die Strom- und Wasserversorgung, gelten als möglich. "Die Cyber-Operationen der russischen Geheimdienste haben eine hohe Durchschlagskraft. Deshalb ist die Bedrohung sehr groß", zitiert die Zeitung Sicherheitskreise.

Russland will sich ins Geschehen einmischen

Bereits während des Wahlkampfs in den USA warfen die Demokraten Russland vor, sich mit Cyber-Aktionen in das Geschehen einzumischen.

Der Zeitung zufolge zeige diese Einmischung aber auch, dass Putins Geheimdienste ihre Attacken im Internet sehr genau platzieren. Das könne demnach auch in Deutschland während der Wahl passieren.

Es wäre nicht der erste Cyber-Angriff gegen deutsche Parteien. Bereits im vergangenen Sommer wurde der E-Mail-Verkehr hochrangiger Politiker ausgespäht. Damals gab es die Überlegung, dass Russland hinter dem Angriff gestanden hätte.

Dafür spricht: In Sicherheitskreisen wird die Hemmschwelle Russlands auch massive Angriffe auszuführen als niedrig eingeschätzt. "Die jetzige politische Führung in Moskau kennt da nur ganz wenige Grenzen.“

Russland baut Armee aus Hackern auf

So ist der Wochenzeitung zufolge das Ziel Moskaus, bis 2020 eine schlagkräftige Cyber-Armee aufzubauen, die dann Teil der russischen Militärstrategie sein soll. Schon heute wird die Zahl der Kräfte, die in Russland für den Geheimdienst FSB als Hacker und Spezialisten in Laboren an Cyber-Attacken arbeiten, auf 10.000 Personen geschätzt.

Zudem vergibt der FSB Aufträge an Hacker aus der organisierten Kriminalität. Sie führen Angriffe in gegnerischen Netzen aus oder suchen dort nach Schwachstellen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Woche".

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(mf)