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Michael Moore veröffentlicht nach der US-Wahl diese To-Do-Liste

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MICHAEL MOORE
Der Filmemacher Michael Moore ruft nach der US-Wahl dazu auf, aktiv zu werden. | ASSOCIATED PRESS
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  • Der Filmemacher Michael Moore hat nach der Wahl eine To-Do-Liste veröffentlicht
  • Mit der Liste ruft er dazu auf, sich gegen Trump zu stellen
  • Sie wurde nach 17 Stunden bereits über 160.000 mal geteilt

Er hat es vorausgesagt. Bereits im Juli prophezeite der kontroverse US-amerikanische Filmemacher Michael Moore, dass Donald Trump die US-Wahl gewinnen wird. In einem Blog für die Huffington Post USA warnte er die amerikanischen Bürger, vor dieser Wahrheit nicht die Augen zu verschließen.

Jetzt, nachdem das von ihm vorhergesagte Ereignis tatsächlich eingetroffen ist, ruft Moore dazu auf, aktiv zu werden. Auf seiner Facebook-Seite hat er am Mittwoch eine „To-Do-Liste für den Morgen danach“ veröffentlicht. Mit dieser Liste ruft er dazu auf, sich Trump entgegen zu stellen.

Die Liste wurde in kurzer Zeit über 160.000 mal geteilt

Die Liste sammelte schon nach 17 Stunden über 330.000 Likes und wurde über 160.000 mal geteilt.

In Moores Facebook-Post heißt es:

"

To-Do-Liste für den Morgen danach:.

1. Die Demokratische Partei zurückgeben

Die Demokratische Partei übernehmen und sie dem Volk zurückgeben. Sie haben jämmerlich versagt.

2. Schaltet die Schwafler ab

Entlasst alle Experten, Vorhersager, Meinungsforscher und Medienschaffende, die sich durchgehend verweigert haben, zuzuhören oder anzuerkennen, was wirklich los war.

Eben diese Schwafler werden uns jetzt sagen, wir müssten 'die Teilung überwinden' und 'zusammenkommen'. Sie werden sich in den kommenden Tagen noch mehr Unsinn aus dem Hintern ziehen. Schaltet sie ab.

3. Demokratische Kongressmitglieder müssen kämpfen

Jedes demokratische Kongressmitglied, das heute morgen nicht aufgewacht ist und bereit ist zu kämpfen, Widerstand zu leisten und Trump so zu blockieren, wie es die Republikaner acht Jahre lang täglich mit Präsident Obama gemacht haben, muss den Platz räumen.

Sie müssen diejenigen von uns vorangehen lassen, die die aktuelle Situation verstehen, um den Wahnsinn, der uns bevorsteht, zu stoppen.

4. Trumps Sieg ist keine Überraschung

Alle müssen aufhören zu sagen, sie seien 'verblüfft' und 'geschockt'.

Was ihr eigentlich meint ist, dass ihr in einer Blase gelebt habt und nicht auf eure Mitbürger und ihre Verzweiflung geachtet habt, die jahrelang von beiden Parteien vernachlässigt wurden. Die Wut und der Wille nach Rache an dem System sind dadurch nur gewachsen.

Dann kam ein Fernsehstar daher, dessen Plan es war, beide Parteien zu zerstören und ihnen allen zu sagen, 'Du bist gefeuert'. Trumps Sieg ist keine Überraschung. Er war niemals ein Witz. Ihn als einen zu behandeln, hat ihn nur stärker gemacht. Er ist ein Geschöpf und eine Schöpfung der Medien und die Medien werden das niemals eingestehen.

5. Clinton hat die Stimmenmehrheit gewonnen

Ihr müsst diesen Satz zu jedem Menschen sagen, den ihr heute trefft: 'Hillary Clinton hat die Stimmenmehrheit gewonnen.'

Die Mehrzahl der amerikanischen Bürger zieht Hillary Clinton Donald Trump vor. Punkt. Das ist ein Fakt! Falls ihr diesen Morgen aufgewacht seid und dachtet, ihr lebt in einem beschissenen Land: das tut ihr nicht. Die Mehrzahl eurer Mitbürger wollte Hillary, nicht Trump.

Der einzige Grund, dass er Präsident wird, ist eine obskure, verrückte Idee aus dem 18- Jahrhundert, das 'Wahlmännergremium' heißt. Bis wir das ändern, werden wir weiterhin Präsidenten haben, die wir nicht wollen und nicht gewählt haben.

Wir leben in einem Land, in dem die Mehrheit der Bevölkerung gesagt hat, dass sie an den Klimawandel glaubt, dass Frauen für ihre Arbeit genauso bezahlt werden sollten wie Männer und dass es eine schuldenfreie College-Ausbildung geben sollte. Sie wollen nicht, dass wir in Länder einfallen, sie wollen eine Steigerung des Mindestlohns und ein universales, 'single-payer' Gesundheitssystem.

Nichts davon hat sich geändert. Wir leben in einem Land, in dem die Mehrheit mit der 'liberalen' Position übereinstimmt. Uns fehlt nur die liberale Führung, die diese Position umsetzt (Siehe Nummer 1).

Lasst uns versuchen, das alles bis heute Mittag umzusetzen.“

Moore ging bereits auf die Straße

Am Mittwochabend ging der Filmemacher bereits zusammen mit Tausenden US-Bürgern auf die Straße. Auf Facebook veröffentlichte er ein Video, das zeigt, wie er an Protesten in New York teilnimmt.

Die Demonstranten protestierten mit der Parole "Nicht mein Präsident!" gegen den zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump.

Passend dazu: Tag 2 nach der Wahl: Michael Moore will, dass die Amerikaner diese 7 Dinge tun

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(mf)