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6 Tote bei Taliban-Angriff auf deutsches Konsulat in Afghanistan

Veröffentlicht: Aktualisiert:
GERNEALKONSULAT
Taliban-Angriff auf deutsches Konsulat in Afghanistan | DPA
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  • Die Taliban haben das deutsche Generalkonsulat in in der nordafghanischen Stadt Masar-i-Scharif angegriffen
  • Sie zündeten eine Autobombe vor dem Gebäude
  • Dabei starben vier Menschen

Nach einem Angriff der radikalislamischen Taliban-Milizen auf das deutsche Generalkonsulat in der nordafghanischen Stadt Masar-i-Scharif ist die Zahl der Toten auf mindestens sechs gestiegen.

Das sagte der Leiter des großen Zivilkrankenhauses, Nur Mohammed Fais, in der Nacht zum Freitag. Zuvor hatte er von zwei Toten gesprochen. Alle Toten seien Afghanen. Auch die Zahl der Verletzten stieg von rund 110 auf 119.

Die radikalislamischen Taliban hätten eine Autobombe vor dem Gebäude gezündet, sagte Provinzsprecher Munir Farhad am Donnerstag.

Taliban bekannten sich zu der Tat

Nach ersten Informationen seien mindestens 30 Zivilisten verletzt worden. Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Der Angriff sei als Vergeltung für einen Luftangriff in der nordafghanischen Provinz Kundus erfolgt.

Der Provinzsprecher sagte, dass die Taliban ein großes Fahrzeug in eine Wand des Konsulatsgeländes gerammt hätten. Die Explosion sei so schwer gewesen, dass viele Fenster in Gebäuden im Umkreis zerbrochen sein. Dies habe die meisten Verletzungen verursacht.

Es sollen Schüsse gefallen sein

Der Provinzsprecher sagte, der Tatort sei abgeriegelt worden. Die Wachleute des deutschen Konsulats hätten es afghanischen Sicherheitskräften nicht erlaubt, das Gelände zu betreten, um den Schaden in Augenschein zu nehmen.

Mirza Mohammad, ein Anwohner in der Nachbarschaft, sagte, einige Minuten nach der Explosion seien Schüsse gefallen. Er habe die Rufe "Allah-u Akbar" (Gott ist groß) gehört. Dann sei es still geworden.

Vor einer Woche waren in der Provinz Kundus bei einem mutmaßlichen Nato-Luftangriff auf radikalislamische Taliban mehr als 30 Zivilisten getötet worden. 19 weitere wurden verletzt. Der Angriff löste international Kritik aus.

Der Tod von Zivilisten sei nicht hinnehmbar und untergrabe die Bemühungen zum Aufbau von Frieden und Stabilität in dem Land, sagte der UN-Beauftragte für Afghanistan, Tadamichi Yamamoto.

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