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Alice Schwarzer zum Trump-Sieg: "Weiße Männer sind das Problem"

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SCHWARZER
Alice Schwarzer bei "Maischberger" | ARD Mediathek
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  • Der überraschende Wahlsieg Donald Trumps wurde auch in der Talkshow von Sandra Maischberger diskutiert
  • Zug Gast war unter anderem Alice Schwarzer, sie benannte die Hauptunterstützer

Die wenigstens haben mit einem Sieg Donald Trumps gerechnet. Von einem Déjà-vu wie beim Brexit spricht Sandra Maischberger am Anfang ihrer Sendung "Der Trump-Schock - wie verändert er die Welt?" .

Die Frage wird leider nicht beantwortet. Stattdessen diskutieren die Gäste darüber, wer denn die Schuld am Wahlsieg des Republikaners trägt. Für die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer ist dies schnell beantwortet. In Trump sieht sie "den Mann an sich, der jeder Frau an die Rippen kann". Sie sei "schon bedrückt" über den Wahlsieg Trumps. Der sei "ein Mann, der noch ein Mann ist, von dem wir eigentlich dachten, dass wir das überwunden hatten."

"Männer, die Abneigung gegen erfolgreiche Frauen haben"

Sie weist darauf hin, dass doppelt so viele weiße Männer Trump gewählt haben wie Clinton. "Da ist eine Nervosität beim weißen Mann", sagt sie. Die hätten Angst, deklassiert zu werden. Trumps Wahlsieg basiert also auf "Männer, die Abneigung gegen erfolgreiche Frauen haben."

"Die weißen Männer sind das Problem", ruft sie. Ein Satz, der bei den anderen Gästen Verwunderung auslöst. US-Autor Eric T. Hansen weist darauf hin, dass 45 Prozent der Frauen Trump gewählt hätten.

Auch "Bild.de"-Chefredakteur Julian Reichelt will das so nicht stehen lassen: "Wenn Sie als Demokratin in New Hampshire gegen einen Republikaner mit gelben Haaren verlieren, dann müssen Sie das Problem bei sich suchen. Nicht beim weißen Mann."

Auch auf Twitter schlug Schwarzer Unverständnis entgegen.

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(mf)