Huffpost Germany

"Hassprediger": Diese Worte von Außenminister Steinmeier über Trump könnten sich jetzt rächen

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken
  • Außenminister Steinmeier nannte Trump einen "Hassprediger"
  • Nun muss er mit ihm zusammenarbeiten
  • Der renommierte Politologe Heinrich Oberreuter hält Steinmeiers Äußerungen für einen politischen Fehler
  • Eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben

Eigentlich gilt Frank-Walter Steinmeier als ruhiger Staatsmann. Doch bei der Frage, was er von dem mittlerweile zum US-Präsidenten gewählten Milliardär Donald Trump halte, platzte ihm zuletzt der Kragen: Der deutsche Außenminister nannte den Republikaner einen "Hassprediger“.

Bei dem Gedanken über einen amerikanischen Präsidenten Trump werde ihm "echt bange“, sagte er im August, und es wurde versichert, in dieser Frage sei der SPD-Politiker "in der Tat nicht neutral“.

Doch nun kam das aus Sicht vieler Demoskopen Unmögliche. Die Amerikaner wählten Trump zu ihrem neuen Präsidenten. Er soll die Vereinigten Staaten ab Januar führen – und sollte er irgendwann mit der Europäischen Union oder Deutschland über die großen Themen der Weltpolitik sprechen wollen, wird ausgerechnet Steinmeier einer seiner wichtigsten Verhandlungspartner sein.

Unwahrscheinlich, dass jemand wie Trump, der schon einmal nachts um drei oder vier Uhr wirre und wütende Tweets über eine Ex-Schönheitskönigin absetzt, so leicht verzeiht. Der renommierte Passauer Politologe Heinrich Oberreuter geht jedenfalls davon aus, dass Steinmeier einen Fehler gemacht hat. "Es wäre besser gewesen, das nicht zu sagen“, so Oberreuter im Gespräch mit der Huffington Post. Er spricht von einem "Betriebs-Unfall“.

Man müsse akzeptieren, wie sich der Souverän entschieden habe. "Als Staatsmann muss man immer mit so etwas rechnen“, sagt der Professor.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Eine ebenso simple wie geniale Idee steckt hinter dem Projekt World Bicycle Relief. Diese nämlich lautet: "Fahrrad = Mobilität = Bildung". So einfach kann Hilfe tatsächlich sein.

World Bicycle Relief stellt Menschen in Entwicklungsländern Fahrräder zur Verfügung, damit sie ihr Leben aus eigener Kraft verändern können. Denn in ländlichen Regionen Afrikas bedeutet ein Fahrrad ein großes Maß an Lebensqualität: Es verkürzt die Transportwege und erleichtert seinem Besitzer den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.

Mit über 200.000 Fahrrädern, die in Afrika montiert werden, und 1000 ausgebildeten Mechanikern hilft WorldBicycleRelief vor Ort dabei, Armut zu bekämpfen und fördert Bildung und die wirtschaftliche Entwicklung in Gegenden, die sonst von der Infrastruktur abgeschnitten wären.

Unterstütze sie jetzt bei dieser Arbeit und spende auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

(vr)