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Hot Yoga: Deshalb ist das heiße Training so gut für den Körper

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Um sich fit und ihren Körper in Form zu halten, schwört auch Lady Gaga auf Hot Yoga

Yoga bei beinahe 40 Grad Raumtemperatur? Dass man dabei ordentlich ins Schwitzen kommt, liegt nahe. Trotzdem erobert Hot Yoga, oder auch Bikram Yoga genannt, gerade die Herzen vieler Yogis und Yoginis - zu den Fans zählen auch Prominente wie Lady Gaga (30, "Perfect Illusion"), Madonna (58) oder George Clooney (55). Warum diese Yoga-Art, die vom indischen Yogameister Bikram Choudhury entwickelt wurde und auf dem traditionellen Hatha-Yoga basiert, derzeit so viel Erfolg hat, scheint auf den ersten Blick verwunderlich. Doch wer sich näher mit der speziellen Yoga-Form beschäftigt, versteht die Begeisterung dahinter schnell.

Was ist das Besondere an Hot Yoga?

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Je nachdem, um welchen Yoga-Stil es sich handelt, wird der sogenannte Hot Room auf eine bestimmte Temperatur aufgeheizt. "Dies dient dazu, den Kreislauf in Schwung zu bringen und die Verletzungsgefahr zu minimieren", erklärt Dina Wolf vom Yoga-Studio "die yoga station" in München. Das Studio im Münchner Osten bietet vom klassischen Bikram-Yoga bis hin zu Vinyasa- und Yin-Yoga sämtliche Formen des Hot Yoga an. "Ich beobachte oft, wie die Yoginis und Yogis zwar etwas erschöpft, aber mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck aus dem Hot Room kommen", beschreibt Dina.

Der Grund für die gute Laune liegt nahe. Denn laut Dina gewinnt man durch die sportliche Betätigung bei hoher Temperatur an Energie, Ausdauer, Flexibilität und fördert außerdem die eigene Stärke und Balance. Ein wichtiger Tipp, den die Yoga-Lehrerin daher zur Motivation vor dem Besuch der Hot-Yoga-Klasse gibt, lautet: "Sei motiviert, auch wenn du denkst, dass heute nicht dein Tag ist. Denke daran, wie großartig du dich nach der Klasse fühlen wirst. Du wirst dir selbst dankbar sein, dabei gewesen zu sein."

Ursprung des Hot Yoga

Das im Westen bekannte Hot Yoga basiert auf einer von Bikram Choudhury entwickelten Serie, die aus 26 Positionen und zwei Atemübungen besteht. "Die 26 Übungen bauen so aufeinander auf, dass Beweglichkeit und Kraft optimal gefördert werden", erklärt Dina. "Zudem werden die Positionen in 90 Minuten in einer festgelegten Reihenfolge, bei einer Raumtemperatur von circa 38 Grad und idealerweise 40 Prozent Luftfeuchtigkeit geübt."

Aus diesem Grund sollte man laut Dina auch davon absehen, Hot Yoga alleine zuhause zu praktizieren - allein schon, weil man zuhause nicht für die nötigen Raumbedingungen sorgen könne. "Es ist wichtig sich von seinen alltäglichen Gedanken zu befreien. Außerdem braucht man einen Yogalehrer, der einen durch die Übungen führt", so die Yogalehrerin.

Die Vorbereitung

Dina rät, bis zu drei Stunden vor der Hot-Yoga-Stunde keine schweren Mahlzeiten mehr zu essen. Ein kleiner Snack in Form eines Apfels oder einer Banane schadet hingegen auch kurz vor der Stunde nicht. Außerdem sei es notwendig, über den Tag verteilt mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit zu trinken. "Am besten stilles Wasser. Vermeiden sollte man hingegen kohlensäurehaltige und süße Getränke", rät Dina als Vorbereitung auf die Stunde.

Auch in Sachen Bekleidung gibt es einiges zu beachten. "Dresscode sind leichte Sportklamotten, für Frauen ein Top und eine kurze Hose, für Männer eine kurze Hose", erklärt Dina. Was man für die Hot-Yoga-Stunde sonst noch benötigt, liegt eigentlich nahe: "Man braucht eine Yogamatte, die höchstens drei bis fünf Millimeter dick ist, eine Flasche Wasser und zwei Handtücher. Eines für die Matte und eines zum Duschen."

Was macht die Wärme mit dem Körper?

"Hot Yoga ist nicht nur ein schweißtreibendes Workout, sondern eine therapeutische Methode seinen Körper zu heilen beziehungsweise gesund und fit zu halten", bringt es Dina auf den Punkt. "Die Wärme hilft dabei, die Muskeln zu lockern, Bindegewebe und Sehnen werden elastischer, man kann sich besser strecken, dehnen und biegen." Außerdem setzt die hohe Temperatur einen Entgiftungsprozess in Gang, der dem Körper hilft Giftstoffe schneller auszuscheiden. Bikram Yoga könne man daher auch als Detox-Kur für Körper und Geist betrachten.

Dos and Don'ts beim Hot Yoga

"Menschen mit akuten Entzündungen oder mit vorgeschädigtem Herz-Kreislauf-System sollten vorsichtig sein. Dazu gehört auch ein zu hoher oder ein zu niedriger Blutdruck", rät Dina. Wer ganz sicher sein wolle, solle dies vorher beim Arzt überprüfen lassen. "Es gibt aber jede Menge Asanas, die man auch trotz Blutdruck-Problemen mitmachen kann."

Wer allerdings wegen einer Erkältung vor Hot Yoga zurückschreckt, braucht sich keine Sorgen zu machen. "Durch das Schwitzen werden Giftstoffe ausgeschieden. Dadurch kann eine Erkältung, die sich noch im Anfangsstadium befindet, verkürzt werden", gibt Dina Entwarnung. Wer jedoch mit grippalem Infekt oder gar einer Grippe flachliegt, sollte anstrengende Tätigkeiten wie Hot Yoga besser vermeiden. Für alle, die sich bester Gesundheit erfreuen, gilt aber das Motto: #yogaeverydamnday!