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Swing States 2016: So können sie die US-Wahl entscheiden

Veröffentlicht: Aktualisiert:
TRUMP CLINTON
Donald Trump oder Hillary Clinton - die Swing States könnten die US-Wahl entscheiden | Mike Segar / Reuters
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  • Demokraten oder Republikaner: Die Swing States sind unentschieden
  • Deshalb könnten Florida, Pennsylvania oder auch North Carolina die Wahl entscheiden
  • Das zeigen Modelle der "New York Times"

Die sogenannten Swing States entscheiden in der Regel die US-Präsidentschaftswahlen - einmal zu Gunsten der Demokraten von Hillary Clinton, das andere Mal für Republikaner von Donald Trump.

Die renommierte US-Zeitung "New York Times" hat daher insgesamt 1024 Pfade zum Sieg ermittelt: 693 für Hillary Clinton und 315 für Donald Trump. Die anderen Fälle würden zu einem Unentschieden führen - und dann müsste der Kongress entscheiden.

Besonders wichtig sind demnach am Dienstag fünf Staaten: Florida, Pennsylvania, North Carolina, Colorado und New Hampshire.
Sie tauchen in den am meisten diskutierten Modellen auf.

So könnte Clinton Präsidentin werden

clinton

Zentral für den Wahlausgang am Dienstag ist Florida. Gewinnt Clinton dort, reicht ihr ein Sieg in Pennsylvania und in North Carolina oder Virginia oder Wisconsin oder Colorado.

Verliert Clinton hingegen in dem Swing State Florida, braucht sie Pennsylvania und North Carolina und Virginia und Wisconsin, hätte aber auch noch andere Möglichkeiten.

Aber: All diese Modelle gehen davon aus, dass Clinton in Ohio verliert. Einem Bundesstaat, der schon seit über 50 Jahren den Gesamtsieger gewählt hat, wie die Wahlseite "uswahl2016.at" schreibt.

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So könnte Trump gewinnen

trump

Trumps direktester Weg wären Siege in Florida, Pennsylvania, Ohio und North Carolina oder Virginia. Gelingt das so nicht, wird es kompliziert. Dann kommen auch Wisconsin, Colorado und Iowa ins Spiel.

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Das müsst ihr zu den wichtigen "Swing States" wissen

Denn: In den US-Wahlen gilt das Prinzip "The Winner Takes It All" - der Sieger bekommt alles. Das bedeutet, am 8. November: Jene Partei, die die Mehrheit in einem Bundesstaat bekommt, darf alle Wahlmänner für den Staat stellen. Die Anzahl basiert auf die Einwohner-Stärke.

Mehr zum Thema: Der Zeitplan zur US-Wahl

Die Wahlmänner aller Bundesstaaten wählen dann erst den Präsidenten. Daher sind die Modelle der "New York Times" auch so spannend. Aber wie realistisch sind die Szenarien? Betrachten wir doch einmal, die wichtigsten Swing States für die Election 2016 genauer.

Florida

Seitdem in Florida im Jahr 2000 wochenlang die Stimmen von George W. Bush und Al Gore erneut ausgezählt worden und Bush schließlich mit 537 Stimmen vorne lag, ist klar: Die Entscheidungen hier sind oft besonders eng.

Donald Trump setzt stark auf Florida, ohne die vielen Wahlleute dort wird es für ihn sehr schwer. Wegen des hohen Latino-Anteils müsste er eigentlich im Hintertreffen liegen. Denn seit den Forderungen nach einer Mauer gegen mexikanische Einwanderer ist er bei denen extrem unbeliebt.

Sein Vorteil ist aber, dass in Florida eher konservative Latinos leben, viele davon ursprünglich aus Kuba. Sie scheinen für ihn besser erreichbar.

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Pennsylvania

  • 20 Wahlleute
  • Umfrageschnitt: Clinton 46,3 Prozent, Trump 43,6 Prozent

Pennsylvania wird zwar zu den klassischen Swing States gezählt, spielte aber selten eine entscheidende Rolle. Das ist dieses Jahr anders.

Viele Wahlforscher sagen, wer diesen Staat gewinnt, gewinnt die Wahl. Pennsylvania, im Nordosten der USA, liegt im so genannten Rust Belt, der früher stark von der Industrie geprägt war. Heute leidet der Staat unter dem Wegfall Tausender Stellen, das wirtschaftliche Klima ist schlecht.

Trump hat versucht, daraus für seinen Wahlkampf Kapital zu schlagen, Clinton hat mit Macht dagegen gehalten.

North Carolina

  • 15 Wahlleute
  • Umfrageschnitt: Clinton 45,8 Prozent, Trump 47,3 Prozent

In North Carolina zeigt sich besonders gut, ob die Strategien der beiden Wahlkampfteams aufgehen: Kann Donald Trump die oft eher abstimmungsfaulen weißen Wähler der Arbeiterklasse zum Gang an die Urnen motivieren oder haben die massiv geschalteten Wahlwerbespots von Hillary Clinton mehr Erfolg?

2012 gewann der Republikaner Mitt Romney hier knapp und Donald Trump hat ohne den Staat kaum eine Chance auf den Sieg. Die dort lebenden Bevölkerungsgruppen sind denen anderer Staaten zu ähnlich - würde er hier verlieren, dann ziemlich sicher auch in anderen Staaten mit ähnlicher demografischer Zusammensetzung.

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Colorado

  • 9 Wahlleute
  • Umfrageschnitt: Clinton 43,3 Prozent, Trump 40,4 Prozent

Rund um die Hauptstadt Denver hat der Bundesstaat Colorado in den letzten Jahren einen kleinen Boom erlebt. Viele gut gebildete und junge Menschen sind hierher gezogen. Deshalb macht sich die Demokraten um Hillary Clinton dieses Mal hier mehr Hoffnungen als früher.

Barack Obama hat hier jeweils knapp gewonnen, jetzt könnte es deutlicher werden. Damit ginge der Staat zum ersten Mal in über einem Jahrhundert in drei aufeinanderfolgenden Wahlen an die Demokraten.

New Hampshire

  • 4 Wahlleute
  • Umfrageschnitt: Clinton 41,8 Prozent, Trump 43,4 Prozent

Im traditionell demokratischen Nordosten liegt New Hampshire. Lange sah es so aus, als ob Clinton hier sicher siegt, doch die Umfragen sind enger geworden.

Am Montag will deshalb Präsident Barack Obama dort auftreten, um Wähler auf Clintons Seite zu ziehen. Auch in dem Staat leben besonders viele weiße Wähler ohne College-Abschluss, Trumps stärkste Befürworter.

Sollte Clinton verlieren, könnte sie den Staat aber mit Nevada ersetzen, wo wiederum die Demokraten anders als üblich gute Chancen haben und erste Berichte unter Briefwählern für Clinton sprechen.

Mehr zum Thema: Die aktuellen Entwicklungen der US-Wahl könnt ihr hier nachlesen

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