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Merkel umwirbt Grünen-Politiker für Gauck-Nachfolge

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MERKEL
Angela Merkel umwirbt Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt und den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann | Reuters
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  • Bundeskanzlerin Angela Merkel soll mit zwei Grünen-Politikern über eine Kandidatur für die Gauck-Nachfolge gesprochen haben
  • Das berichtet die "Bild"-Zeitung (Mittwoch)
  • Sowohl Katrin Göring-Eckardt als auch Winfried Kretschmann dementierten ein Interesse an dem Posten bereits

Im Machtkampf um das Amt des Bundespräsidenten umwirbt Kanzlerin Angela Merkel jetzt die Grünen.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung (Mittwoch) hat die CDU-Chefin hat sowohl mit Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt als auch mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann ausführlich über eine mögliche Kandidatur für die Gauck-Nachfolge gesprochen.

Auf Merkels Liste stehen Göring-Eckardt und Kretschmann

Beide seien nicht abgeneigt, berichtete die "Bild". Kommenden Freitag treffen sich Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und SPD-Chef Sigmar Gabriel, um abschließend darüber zu beraten, wer bei der Wahl am 13. Februar 2017 antritt.

Gabriel hat der Kanzlerin bereits vor Wochen mitgeteilt, dass ein schwarz-grüner Kandidat auf keinen Fall auf Unterstützung aus der SPD setzen könnte.

Beim letzten Treffen der Parteichefs am vergangenen Sonntag hatte die CDU-Chefin Gabriel eine Liste mit möglichen Kandidaten mitgegeben. Darauf stehen auch die Namen Göring-Eckardt und Kretschmann.

Kretschmann: "Ich strebe dieses Amt nicht an"

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält sich in Bezug auf eine mögliche Kandidatur indes weiter bedeckt.

"Dass mein Name im Gespräch ist, ehrt mich natürlich. Aber ich strebe dieses Amt nicht an", bekräftigte der 68-Jährige am Dienstag in Stuttgart.

Er sei als Ministerpräsident gewählt, die Legislaturperiode dauere bekanntlich fünf Jahre. "Das ist ein Amt, das ich gern ausführe und das ich auch ausfülle. Und ich habe auch den Eindruck, dass ich da durchaus gebraucht werde."

Auch Göring-Eckardt dementiert Interesse an Gauck-Nachfolge

Auch die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt steht nach Angaben ihrer Bundestagsfraktion nicht für das Amt der Bundespräsidentin zur Verfügung.

"Das ist Quatsch. Warum auch immer solche Spekulationen in die Welt gesetzt werden, es gilt: Katrin Göring-Eckardt will die Grünen in die Bundestagswahl führen", sagte ein Fraktionssprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

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